Freitag, 20. Januar 2017

Abschiebezentrum an Landesgrenze

Auch in der Region Trentino-Südtirol soll ein Abschiebe-Zentrum für Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung eingerichtet werden. Und zwar an der Landesgrenze, im Militär-Schießstand Aichholz, der zu einem Drittel auf Salurner Gemeindegebiet liegt. „Sollte es so ein Zentrum in der Region überhaupt brauchen, lassen wir uns den Standort nicht aufs Auge drücken“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Das Militärareal des Schießstandes Aichholz. - Foto: DLife
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Das Militärareal des Schießstandes Aichholz. - Foto: DLife

20 neue Abschiebezentren will Innenminister Marco Minniti italienweit schaffen. Eines für jede Region, mit Ausnahme von Aosta und den Abruzzen - weshalb seit Tagen spekuliert wurde, ob auch Südtirol und das Trentino zum Handkuss kommen, und wenn ja, wo.

Seit Donnerstag ist die Katze aus dem Sack: „Dolomiten“-Informationen zufolge liegt dem Innenministerium ein Vorschlag für ein Ausweisezentrum für die Region Trentino-Südtirol vor. Er stammt aus der Feder von Militär und Regierungskommissariaten, die für das Innenministerium geeignete Areale ausfindig machen mussten. Fündig wurde man beim Militärareal des Schießstandes Aichholz.

Dieses umfasst 15 Hektar, befindet sich am Fuß des Berges in der Talsohle und ist nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Salurn entfernt. 2 Drittel des Areals liegen in der Gemeinde Aichholz; ein Drittel befindet sich auf auf Salurner Gemeindegebiet.

D/uli/bv

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol