Die Audio-Aufnahme der Gemeinderatsitzung in der Gemeinde Sand in Taufers vom 22. April ist auf der Webseite der Gemeinde abrufbar ( <a href="https://gallery.gvcc.net/sand/GR220426/MZ000010.mp3" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier geht es zur Audiodatei</a>). <BR /><BR />Bei Minute 5:43 spricht sich Bürgermeister Nöckler gegen einen mehrheitlich weiblich besetzten Verwaltungsrat für die Sportcenter GmbH aus und begründet dies einerseits mit einer negativen Erfahrung, die er mit weiblichen Angestellten der öffentlichen Verwaltung gemacht haben soll, andererseits aber auch mit seiner „persönlichen Meinung“, Frauen „sollten zu Hause bleiben bei den Kindern“, weil sich das auch anders auf die Erziehung auswirke. <BR /><BR /><i><b>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab:</b></i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="545233" data-version="v2"></div></div> <BR /><BR />Der Landesbeirat für Chancengleichheit reagierte in der Folge mit einer Stellungnahme auf die bedenklichen Aussagen des ersten Bürgers von Sand in Taufers. <h3> Aussagen „rückschrittlich und schädlich für Verwaltung und Gesellschaft“ </h3>„In einer Zeit, in der Gleichstellung und Chancengleichheit in der Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen, sind die jüngsten Äußerungen des Bürgermeisters Josef Nöckler sowohl inakzeptabel als auch alarmierend“, warnt der Landesbeirat für Chancengleichheit. „Seine negativen Kommentare über Frauen in Verwaltungsräten und die Vorstellung, dass Frauen primär für die Familien- und Hausarbeit zuständig sind, sind nicht nur rückschrittlich, sondern auch schädlich für die gesamte Verwaltung und die Gesellschaft.“<BR /><BR /> Der Bürgermeister habe in seiner Argumentation implizit Frauen die Verantwortung für die Familie und den Haushalt zugeschoben, während Männern die Möglichkeit gegeben wird, Karriere zu machen, heißt es weiter. „ Diese Sichtweise ist nicht nur veraltet, sondern ignoriert auch die Realität vieler Familien, in denen beide Elternteile arbeiten und sich die Verantwortung für Kinder und Haushalt teilen. Die Vorstellung, dass Frauen zu Hause bleiben sollten, um die Verwaltung nicht zu belasten, ist nicht nur diskriminierend, sondern auch ein gefährlicher Schritt zurück in eine Zeit, in der Frauen in der Öffentlichkeit und im Berufsleben kaum wahrgenommen wurden.“