Mittwoch, 15. Februar 2017

Achammer im Unterrichtsministerium

Bildungslandesrat Philipp Achammer traf am Mittwoch in Rom mit Ministerin Valeria Fedeli zu einem ersten Gedankenaustausch zusammen.

(v.l.) RA Paolo Grasso, Leiter des Rechtsamtes im Ministerium, Schulamtsleiter Peter Höllrigl, Landesrat Philipp Achammer, Ministerin Valeria Fedeli, K.-Abg. Renate Gebhard, Sen. Hans Berger. Foto: LPA/ Katharina Tasser
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(v.l.) RA Paolo Grasso, Leiter des Rechtsamtes im Ministerium, Schulamtsleiter Peter Höllrigl, Landesrat Philipp Achammer, Ministerin Valeria Fedeli, K.-Abg. Renate Gebhard, Sen. Hans Berger. Foto: LPA/ Katharina Tasser

Zu einem Antrittsbesuch und ersten Gedankenaustausch traf sich Bildungslandesrat Philipp Achammer im Unterrichtsministerium in Rom mit der neuen Ministerin für Unterricht, Universitäten und Forschung, Valeria Fedeli. An der Aussprache nahmen auch Ressortdirektor und Schulamtsleiter Peter Höllrigl, Senator Hans Berger und Kammerabgeordnete Renate Gebhard teil.

Bei dem Treffen mit der Ministerin konnte Landesrat Achammer vor allem zwei Themenbereiche ansprechen: Zum einen ging es um das von der Regierung in einigen Passagen angefochtene Landesgesetz Nr. 14 vom 20. Juni 2016 zur Bildungsreform.

Einer Prüfung durch den Verfassungsgerichtshof unterzogen werden sollen dabei insbesondere die Bestimmungen zur Neuregelung der Bewertung von Führungskräften, zur kompetenzorientierten Bewertung und zur beschränkten Möglichkeit, spezifische Aufgaben innerhalb der Schule auch durch Personal außerhalb der Kategorie der Lehrpersonen zu besetzen. Die Südtiroler Delegation hat hierzu versucht, noch vor der Behandlung vor dem Verfassungsgericht streitbare Punkte auszuräumen.

"La buona scuola"

Ein weiterer Themenschwerpunkt waren die von der Regierung ausgearbeiteten gesetzesvertretenden Dekrete zur Umsetzung der staatlichen Bildungsreform (La buona scuola), die derzeit in den zuständigen Kommissionen zur Begutachtung vorliegen. Unter anderem ist darin die Neuregelung der staatlichen Abschlussprüfungen vorgesehen.

Geplant ist etwa, dass ab 2018 die staatliche Abschlussprüfung der Oberstufe (Matura) nur mehr zwei schriftliche Prüfungen umfassen soll. Auch sollen die Schulguthaben – d.h. die Leistungen während des 3., 4. und 5. Schuljahres – deutlich höher bewertet werden. In den Dekreten vorgesehen sind außerdem Bestimmungen zur schulischen Integration und zur Ausbildung von Lehrpersonen für die Mittel- und Oberschule. 

"Wir konnten im Gespräch mit Ministerin Fedeli unsere Position darlegen", berichtet Landesrat Achammer, "es war uns vor allem ein Anliegen, auf die autonomen Gestaltungsspielräume des Landes im Bildungsbereich hinzuweisen, so dass diese auch in den aktuellen Dekreten Berücksichtigung finden."

lpa/stol

stol