Landeshauptmann-Stellvertreter und ÖVP-Landesobmann Wilfried Haslauer habe bei der Tagung angekündigt, dass sich die ÖVP in Salzburg auf Basis des SVP-Modells dem Thema stellen werde, so Achammer, denn „das SVP-Vorwahlmodell, das einen wichtigen Beitrag zur innerparteilichen Mitbestimmung darstellt, ist bei den Salzburgern auf besonders großes Interesse gestoßen.“„Vorwahlen stärken die parteiinterne Demokratie, werten die Parteimitgliedschaft auf, schaffen aber insbesondere eine höhere Identifikation und eine stärkere Mobilisierung“, erklärte er in seinem Referat zum Thema „Vorzugsstimmen, Direktmandate: Personen statt Parteien?“. Auch das Südtiroler Vorzugsstimmenmodell bei Landtagswahlen sei im Hinblick auf ein neues Salzburger Wahlgesetz analysiert worden.Über den Ausbau der Bürgerbeteiligung und die Chancen und Grenzen der direkten Demokratie berichteten im Rahmen der ÖVP-Tagung Peter Grünenfelder, Staatsschreiber des Schweizer Kantons Aargau, und Werner Zögernitz, Präsident des Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen. „Keine Angst vor dem Volk, aber auch klare Regeln für die Instrumente direkter Demokratie“, lautete der Grundgedanke von Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer. Die Politik könne gerade jetzt durch mehr Mitbestimmung Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, so Grünenfelder.Staatssekretär Sebastian Kurz stellte die Möglichkeiten der neuen Medien für die direkte Demokratie bieten vor: „Gerade die sozialen Netzwerke schaffen mehr Transparenz in den politischen Entscheidungsabläufen. In Zukunft werden sich Parteien aber damit befassen müssen, wie auch aktive Beteiligung über neue Medien erfolgen kann“, betonte Kurz.In der Podiumsdiskussion regte SVP-Landessekretär Philipp Achammer dazu an, die derzeitige Vertrauenskrise der Politik durch eine Öffnung zu mehr Mitbestimmung zu überwinden. „Wir müssen jetzt insbesondere junge Menschen davon überzeugen, dass es wichtig ist, sich in Parteien aktiv einzubringen“, so Achammer.