Montag, 22. Oktober 2018

Achammer und Köllensperger räumen ab

Bei den Landtagswahlen im Jahr 2013 war Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) der Kandidat, der mit Abstand die meisten Vorzugsstimmen auf sich vereinen konnte.

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79.163 Südtirolerinnen und Südtiroler gaben dem designierten Nachfolger von Luis Durnwalder damals ihre Stimme.

5 Jahre später muss der Landeshauptmann - nach 100 Prozent der ausgezählten Vorzugsstimmen - eine doch deutliche Schlappe einstecken. Nur mehr 68.210 Vorzugsstimmen gab es am Sonntag für Kompatscher (47), das sind 10.953 Stimmen weniger.

Der SVP-Spitzenkandidat sieht die Gleichheit des Nachnamens mit dem SVP-Kandidaten Franz Kompatscher als maßgeblichen Grund dafür. "Viele Stimmzettel, auf denen nur 'Kompatscher' stand, konnten nicht zugewiesen, das habe ich aus mehreren Wahllokalen erfahren", betonte der Landeshauptmann gegenüber STOL. "Das dürfte mich viele Vorzugsstimmen gekostet haben."

Zu den Wahlverlierern gehört aber vor allem Ulli Mair von den Freiheitlichen, die am Sonntag nur mehr 9030 Vorzugsstimmen erhielt - 21.957 Vorzugsstimmen weniger als vor 5 Jahren, als Mair noch 30.987 Stimmen auf sich vereinen konnte.

Auch Arnold Schuler (SVP) verlor deutlich. Am Sonntag erhielt der Landwirtschafts-Landesrat 19.799 Vorzugsstimmen, 11.118 weniger als vor 5 Jahren.

Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Philipp Achammer. Der SVP-Obmann war bei der Wahl im Jahr 2013 mit 14.202 Vorzugsstimmen Dritttplatzierter auf der SVP-Liste hinter Arnold Schuler (2013: 30.917).

Am Sonntag konnte der Landesrat für Schule und Kultur seine Vorzugsstimmen mit einem beachtlichen Plus von 19.086 mehr als verdoppeln. Der 33-Jährige holte 33.288 Vorzugsstimmen.

Ein ebenfalls fulminantes persönliches Ergebnis konnte Paul Köllensperger einfahren. Vor 5 Jahren zog der Bozner Unternehmer als praktisch Unbekannter mit 1304 Vorzugsstimmen für die 5-Sterne-Bewegung in den Landtag ein. Am Sonntag stieg die Zahl seiner Vorzugsstimmen auf 29.530, was ein beeindruckendes Plus von 28.226 Stimmen ergibt.
Einen deutlichen Stimmenzuwachs gab es auch für Waltraud Deeg (SVP) - Landesrätin für Familie - die 16.760 Vorzugsstimmen erhielt, 5351 mehr als 2013 (11.409).

Auch Franz Locher (SVP) holte mit seinen 11.205 Vorzugsstimmen 4.881 mehr als noch im Jahr 2013 (6.324).

stol

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