Ein Soldat der NATO-Truppe ISAF starb am Sonntag durch einen Angriff Aufständischer im Osten des Landes, wie die NATO am Montag in der afghanischen Hauptstadt Kabul mitteilte. Ein weiterer NATO-Soldat wurde demnach am Sonntag durch eine Bombenexplosion im Süden des Landes getötet. Die Anzahl der seit Jahresbeginn in Afghanistan ums Leben gekommenen ausländischen Soldaten stieg damit auf 600. In dem Land sind mehr als 150.000 US- und NATO-Soldaten im Kampf gegen Aufständische im Einsatz, darunter auch Soldaten ais Italien.Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte indes den Anschlag auf ein Büro der Vereinten Nationen in der westafghanischen Stadt Herat. In einer gemeinsamen Erklärung stellten die Mitgliedsstaaten des Gremiums am Sonntag (Ortszeit) in New York zudem ihre „unerschütterliche Unterstützung für die Rolle der Vereinten Nationen in Afghanistan“ klar. Zudem müssten die „Täter, Organisatoren sowie Geldgeber dieses verwerflichen Terrorangriffs“ zur Rechenschaft gezogen werden. Das Gremium rief die internationale Gemeinschaft auf, die afghanische Regierung bei den Ermittlungen zu unterstützen.Das UN-Büro in Herat war am Samstag von Selbstmordattentätern attackiert worden. Nach Angaben der Polizei griffen mindestens drei Attentäter das Gebäude an. Verletzte gab es unter dem UN-Personal nicht, da sich alle Mitarbeiter in einen Bunker retteten. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff.apa/afp