Freitag, 13. Dezember 2019

AGB/CGIL gegen Teilvertrag für die öffentlich Bediensteten

Die Fachgewerkschaft öffentlicher Dienst im AGB/CGIL unterschreibt den 1. Teilvertrag für die öffentlich Bediensteten nicht. Das teilt der AGB/CGIL in einer Aussendung mit.

Angelika Hofer, die Generalsekretärin der Fachgewerkschaft öffentlicher Dienst im AGB.
Badge Local
Angelika Hofer, die Generalsekretärin der Fachgewerkschaft öffentlicher Dienst im AGB. - Foto: © Acero JP
Die Fachgewerkschaft hat in 10 Gewerkschaftsversammlungen von Montag 09. bis Donnerstag 12. Dezember allen öffentlich Bediensteten im Land die Möglichkeit geboten, sich zum Teilvertrag zu äußern und sich in einer Abstimmung für oder gegen die definitive Unterzeichnung des AGB/CGIL auszusprechen.

Das Ergebnis der Abstimmungen in den Gewerkschaftsversammlungen ist eindeutig: Die Mehrheit (85 Prozent) der Teilnehmer hat sich gegen die definitive Unterschrift ausgesprochen.

„Für uns als Fachgewerkschaft des öffentlichen Dienstes im AGB/CGIL ist es eine Verpflichtung und eine grundlegende Aufgabe im Falle solch wichtiger Entscheidungen die betroffenen Bediensteten mit einzubeziehen“, so die Generalsekretärin der Fachgewerkschaft Angelika Hofer.

„Der Teilvertrag ist sicher ein erster Schritt, er enthält aber einige kritische Punkte, die wir am Verhandlungstisch des Öfteren angesprochen haben und die auch in den Versammlungen als kritisch gewertet worden sind“, fügt Hofer hinzu.

Kritische Punkte sind laut Hofer: Die Inflationsanpassungen erhöhen nur die Sonderergänzungszulage und nicht das Grundgehalt; die IPCA Anpassung für 2021 ist ohne vorherige Diskussion an einen weiteren Teilvertrag gekoppelt worden, wodurch diese nicht für den 01.01.2021 garantiert ist; die Unterschiede zwischen den einzelnen Funktionsebenen bleiben bestehen; der Teilvertrag enthält zwar die Erhöhung des Leistungsfonds für das Jahr 2019, nicht aber die Verteilung dieses Geldes auf die einzelnen Bediensteten, dazu gibt es nur mündliche Zusagen.

„Die Bediensteten hatten die Möglichkeit die eigene Meinung zum Ergebnis des Teilvertrages zu äußern. Die Nachricht der großzügigen Inflationsanpassung für politische Vertreter hat die Diskussion in den Gewerkschaftsversammlungen angeheizt und den Frust der Bediensteten deutlich gemacht“, so die Generalsekretärin abschließend.

stol