Die deutsche Regierung beschloss unterdessen, die UN-Beobachtermission zur Überwachung des eigentlich geltenden Waffenstillstands mit maximal zehn Mann zu verstärken.Nach Angaben der in London ansässigen Beobachtungsstelle wurden am Mittwoch landesweit 26 Menschen getötet, darunter die 15 Zivilisten in Homs. Unter den dortigen Opfern sei auch ein sunnitischer Imam, der sich für eine „nationale Einheit“ zwischen den Anhängern aller Religionen in Syrien stark gemacht habe, teilte die Aktivistengruppe mit. Elf weitere Menschen seien in der südlichen Provinz Daraa und in der nordwestlichen Provinz Idlib getötet worden.Besonders angespannt war die Lage in Khan Sheikhun in der Provinz Idlib, wo am Dienstag in der Nähe eines Konvois der internationalen UN-Beobachter eine Bombe explodiert war. Drei UN-Fahrzeuge waren bei dem Angriff beschädigt worden. Sechs Beobachter aus dem Jemen, aus Brasilien, Bangladesch, Dänemark, Marokko und den Niederlanden mussten deshalb erzwungenermaßen eine Nacht in der Stadt ausharren.„Sie haben den Tod mit ihren eigenen Augen gesehen“, sagte der Regierungsgegner Abu Hammam der Nachrichtenagentur AFP. Die Beobachter hätten zwar gebeten, sie schon in der Nacht zum Mittwoch an einen „sicherern Ort“ außerhalb von Chan Scheichun zu bringen. Dies sei aber nicht möglich gewesen, da die Stadt von Regierungstruppen umzingelt sei, sagte Hammam. Zudem stünden einige Gebiete unter Beschuss.Assad sieht sich von seinem Volk weiter unterstützt: Die Syrer hätten in den jüngsten Parlamentswahlen ihre Unterstützung für seine Reformpolitik deutlich gemacht, sagte Assad in einem Interview mit dem russischen Nachrichtenkanal Rossija-24. Das Ergebnis zeige, dass das Volk hinter den Institutionen des Staates stehe. Die Abstimmung am 7. Mai war von der Opposition als Farce kritisiert und boykottiert worden.apa/afp