Samstag, 06. April 2019

„Alan Kurdi" steuert Malta an

Das Rettungsschiff „Alan Kurdi", das unter deutsche Flagge fährt, hat Kurs Richtung Malta gesetzt, nachdem Italien die Aufnahme der auf den Boot befindlichen Menschen verweigert hat.

Das Rettungsschiff Alan Kurdi hat Kurs auf Malta genommen.
Das Rettungsschiff Alan Kurdi hat Kurs auf Malta genommen. - Foto: © APA/AFP

Das Rettungsschiff der deutschen NGO „Sea-Eye“ wird nun die Regierung in La Valetta um Öffnung eines Hafens bitten. Zuvor wurde ein Vorschlag der italienischen Regierung, wonach Frauen und Kinder, nicht jedoch die dazugehörigen Väter, auf Lampedusa aufgenommen werden, unter Protest der Vertreter von „Sea-Eye“ abgelehnt.

Salvini zufrieden

Innenminister, Matteo Salvini, zeigte sich angesichts der neuen Route des Schiffs erfreut. Via Kurznachrichtendienst Twitter ließ er die Öffentlichkeit wissen, dass die Häfen Italiens für NGO-Schiffe geschlossen seien.

Seit Mittwoch auf See

Die „Alan Kurdi“ hat am Mittwoch 64 Menschen vor der libyschen Küste gerettet und versucht seither, einen sicheren Hafen zu finden. Mit an Bord sind außerdem 17 Besatzungsmitglieder.

stol

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