Montag, 16. Oktober 2017

Alfano gratuliert Kurz zum Wahlerfolg

Außenminister Angelino Alfano hat seinem Amtskollegen Sebastian Kurz zum Wahlsieg gratuliert. „Österreich und Italien gemeinsam für eine starke und geschlossene EU“, kommentierte Alfano per Twitter.

Angelino Alfano hat seinem österreichischen Kollegen Sebastian Kurz nach der Wahl in Österreich gratuliert.
Angelino Alfano hat seinem österreichischen Kollegen Sebastian Kurz nach der Wahl in Österreich gratuliert. - Foto: © LaPresse

Der ehemalige Justizminister und außenpolitische Verantwortliche des in Italien regierenden Partito Democratico (PD), Piero Fassino, warnte vor der Gefahr der populistischen Rechten in Europa und in Österreich: „Die SPÖ, die laut Exit Polls dasselbe Ergebnis wie 2013 geschafft hat, ist eine ausschlaggebende Kraft zur Eindämmung anti-europäischer und ausländerfeindlichen Bestrebungen. Das wird auch vom SPD-Erfolg in Niedersachsen bestätigt“, erklärte Fassino.

Lega Nord und Fratelli d'Italia erfreut

Italiens ausländerfeindliche Oppositionspartei Lega Nord ortete im Wahlergebnis eine „Ohrfeige der Österreicher an die Regierung in Rom“. „Danke Österreich“, schrieb etwa der Chef der italienischen ausländerfeindlichen Lega Nord, Matteo Salvini auf Twitter.

„Mit seiner Politik der offenen Tore und der Migranteninvasion hat Italien die Österreicher zum Rechtsruck bewogen“, so Tony Iwobi, der außenpolitische Sprecher der Lega Nord. „Kurz' Wahlsieg macht klar: Die Parteien, die Grenzkontrollen und eine geregelte Einwanderung wollen, siegen. Die Wähler wollen klare Regeln und Schluss mit der Invasion der Wirtschaftsmigranten machen.“

Auch Italiens rechte Oppositionspartei Fratelli d'Italia betrachtet den Wahlsieg der ÖVP als schwere Niederlage für die „einwanderungsfreundliche Linke“.

„In Österreich siegen die Parteien, die sich gegen die Islamisierung Europas wehren und die Schluss zur Migranteninvasion sagen“, kommentierte die Chefin der Rechtspartei, Giorgia Meloni. Die römische Rechtspolitikerin ist der Ansicht, dass es bei den Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr in Italien zu einem ähnlichen Rechtsruck wie in Österreich kommen wird.

Die Partei will mit einem Mitte-Rechts-Bündnis um die Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi an den Parlamentswahlen in Italien teilnehmen.

apa

stol