Samstag, 04. Februar 2017

Allgemeinmedizin: Verhandlungen schreiten voran

Eine wohnortnahe und einheitliche Versorgung aller Bürger ist das gemeinsame Ziel von Landesregierung und Allgemeinmedizinern. Am Samstag wurde in einer Klausur darüber verhandelt.

Landeshauptmann Kompatscher, Landesrätin Stocker und Hausärzte-Gewerkschafterin Susanna Hofmann am Verhandlungstisch.
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Landeshauptmann Kompatscher, Landesrätin Stocker und Hausärzte-Gewerkschafterin Susanna Hofmann am Verhandlungstisch. - Foto: © LPA

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Gesundheitslandesrätin Martha Stocker haben sich am Samstag mit den vier Gewerkschaften der Ärzte für Allgemeinmedizin an einen Tisch gesetzt, um bei einer Klausurtagung die Verhandlungen über den Landeszusatzvertrag voranzubringen. 

"Die Landesregierung misst der wohnortnahen Versorgung in der Gesundheitsplanung Vorrang bei", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher einleitend, "wir sind uns mit den Hausärzten darüber einig, dass gerade diese wohnortnahe Betreuung angesichts des demografischen Wandels weiter an Bedeutung gewinnen wird."
Die Landesregierung sei daher bereit, in die Allgemeinmedizin zu investieren, um die Rahmenbedingungen zu verbessern, um die Versorgungssicherheit, die einheitliche Betreuung in Angebot und Leistung und die Vernetzung zu garantieren. Heute habe man Lösungsansätze vereinbart, die es nun im Detail auszuarbeiten gelte, erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

Investitionen von einigen Millionen

"Unsere Eckpfeiler sind neben der wohnortnahen Versorgung, die Entlastung der Krankenhäuser, die Sicherheit der Patienten und das einheitliche Leistungsangebot", bekräftigte auch Gesundheitslandesrätin Martha Stocker. 

Die ins Auge gefassten Investitionen würden für das Land voraussichtlichen Mehrausgaben von einigen Millionen Euro bedeuten. Diese, zeigte sich der Landeshauptmann überzeugt, würden nachhaltig ausgegeben, da sich die Investition auf längere Sicht lohnen würde. Ein innovativer Lösungsansatz sei in der Frage der Patientenanzahl gefunden worden, den es nun im Detail auszuverhandeln gelte, ließ Landeshauptmann Kompatscher wissen. 

Die Verhandlung zum Landeskollektivvertrags wurden am Nachmittag von der Landesdelegation und den Gewerkschaften weitergeführt. Die Verhandlungsdelegationen zeigten sich heute zuversichtlich, bereits in den kommenden Monaten zu einem Abschluss zu finden.

lpa/stol

stol