Mit dem Argument, der Obmann suche eh „Quotenfrauen für später“, gibt man aber allerorts den Männern „nobel“ den Vorzug. In der SVP kocht jeder Bezirk sein Süppchen. Vier haben ihre Kandidaten per Basiswahl unter den Mitgliedern ermittelt, drei lassen die Ortsgruppen mit Stimmrechten unter 13 Männern und zwei Frauen entscheiden. Die letzten zwei „Mohikannerinnen“ sind die Vinschger Bezirksobfrau Koch Gunsch und die Meraner Landtagsabgeordnete Stirner. Nachdem sich im Burggrafenamt drei Frauen freiwillig aus dem Rennen genommen haben, telefoniert Stirner sich seit Tagen die Finger wund, um bei den Ortsobleuten einige Stimmen für sich zu ergattern. „Doch Fehlanzeige“, so Stirner.Denn: Obmann Theiner muss zwölf Frauen auf die SVP-Liste setzen. Über die Basiswahl in den Bezirken schafften es nur schlappe vier. Acht Frauen haben also freie Fahrt, noch über den Parteiausschuss auf die Liste zu kommen. Und genau das wird jetzt verwendet, um den Männern bei den Vorwahlen im Bezirk den Vortritt zu lassen.„Mit dem Argument, ich sei eh schon auf der Liste, verweigert man mir die Unterstützung“, ärgert sich Stirner. Absurde Folge der Frauenquote sei es, dass Frau nicht gewählt werde, sondern im Kombi-Pack hoch acht auf die Liste komme. „Und das kann es nicht sein“, so Stirner.bv/D