Montag, 20. Februar 2017

Andreas-Hofer-Feier in Mantua

Die Vinschger Schützen haben am Todestag des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer die Gedenkfeierlichkeiten in Mantua gestaltet, wo der Sandwirt am 20. Februar 1810 standrechtlich erschossen worden war.

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Foto: © D

Den 250 Schützen hatten sich Schützenabordnungen aus Nordtirol und Welschtirol sowie Abordnungen von Burschenschaften aus Salzburg angeschlossen.

Nach einer feierlichen Kranzniederlegung in Palazzo d’Arco, wo Hofer vor 207 Jahren zum Tode verurteilt worden war, folgte der Festakt beim Andreas-Hofer-Denkmal im gleichnamigen Park.

Der Prader Pfarrer Georg Martin feierte mit Don Giorgio den Festgottesdienst und mahnte, sich mit dem Begriff Heimat zu befassen. Die Festrede hielt Vinschger Bezirksmajor Peter Kaserer, der sich kritisch mit dem Mythos Andreas Hofer auseinander setzte.

„Wenn wir das Andenken Andreas Hofers wirklich ehren wollen, dann müssen wir aus seiner Geschichte etwas lernen, um Weg zu finden, die uns als selbstbestimmtes Volk  in eine unabhängige Heimat führen“, sagte Kaserer.

Zur Feier leisteten auch Schulkinder aus Cittadella einen besonderen Beitrag: sie hatten sich mit der Geschichte des Tiroler Freiheitshelden befasst und sangen mehrere Strophen der Tiroler Landeshymne mit italienischem Text.

So bezeugten sie die Verbundenheit zwischen der Heimat von Andreas Hofer und Mantua, die auch von mehreren Festrednern hervorgehoben wurde. Die Schützenkompanie Göflan feuerte die Ehrensalve für den Tiroler Freiheitshelden ab; die Musikkapelle Martell begleitete die Feier musikalisch.

no

stol