An diesem Wochenende stehen wieder zahlreiche Feierlichkeiten im Zeichen des 205. Todestages von Andreas Hofer. Die Südtiroler Volkspartei erinnert zu diesem Anlass an die Figur Hofers und gedenkt all jenen Frauen und Männern, die sich für die Freiheit und Eigenständigkeit Tirols eingesetzt haben, aber auch den Gefallenen aller Kriege und den Opfern von Gewalt.„Andreas Hofer ist wohl eine der größten Symbolfiguren unseres Landes. Er steht für Opferbereitschaft, Heimatliebe und Festigkeit im christlichen Glauben“, sagt Parteiobmann Philipp Achammer. Andreas Hofer sei ohne Fanatismus für die Eigenständigkeit seiner Heimat in den Kampf gezogen. Zu Ehren des Tiroler Volkshelden Andreas Hofer ruft die Südtiroler Volkspartei wie jedes Jahr die Bevölkerung dazu auf, die Landesfahnen auszuhängen und an den Gedenkgottesdiensten und Heldenehrungen teilzunehmen.Fraktionsvorsitzender Dieter Steger erklärte: „Andreas Hofer spielt für uns Tiroler eine große Rolle. Er ist vor allem für unsere Tiroler Identität von großer Bedeutung. Heute aber wissen wir: Das gängige Hofer-Bild entspricht nicht in allen Facetten der historischen Wirklichkeit. Und wir wissen, dass heute mehr denn je keine unkritische Heldenverehrung, sondern eine kritische Auseinandersetzung mit dem Mythos Andreas Hofer angebracht ist. Dennoch, oder gerade deshalb, können wir aus seiner Geschichte vieles lernen."Die kritische Auseinandersetzung mit diesem Mythos sei eine gute Gelegenheit, auch darüber nachzudenken, aus welchen geistigen und sozialen Bausteinen die Fundamente Tirols bestehen und "die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sichern. Dazu gehören sicherlich Authentizität, Zusammenhalt, Respekt, Mut und Solidarität", so Steger."Die Helden von damals können uns dennoch auch heute noch Vorbilder sein. Allerdings nicht beim Griff zu den Waffen zur Durchsetzung der eigenen Ziele. Hier ist Hofer tragisch gescheitert und zeigt uns damit ein weiteres Mal, dass Gewalt keine Lösung ist - wie wir aktuell auch in der Ukraine sehen können. Es geht bei den Gedenkfeiern also nicht darum, die Vergangenheit zu beschwören und zu verherrlichen, sondern die positiven Aspekte dieser historischen Figur als Vorbild zu nutzen."stol