„Seit zwei Jahrzehnten hören wir nur Ausreden“, kritisiert Walther Andreaus, Geschäftsführer von Robin. „Der Kalterer See gehört uns allen – und dennoch bleibt er für die meisten verschlossen. Die Verantwortlichen spielen weiter auf Zeit, anstatt endlich zu handeln.“<BR /><BR />Zuletzt habe sich gezeigt, dass auch eine offene Diskussion über den Seezugang nicht erwünscht sei, so Andreaus. Ein von Bürgern organisierter Informationsabend sei nach Angaben von Robin von der Gemeinde behindert worden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1222590_image" /></div> <BR /><BR />„Das zeigt einmal mehr den mangelnden Willen, Transparenz und Bürgerbeteiligung zuzulassen“, so der Verbraucherschützer. „Wer sich gegen Diskussion sperrt, hat offenbar Angst vor Argumenten.“<BR /><BR />„Der Kalterer See ist öffentliches Eigentum. Dennoch bleibt der Zugang stark eingeschränkt“, heißt es von Robin. Nach der Übergabe des ehemaligen Militärareals an das Land Südtirol im Jahr 2023, so der Verein, wäre die Gelegenheit gegeben, einen sanften Zugang zu schaffen – ohne hohe Kosten oder bauliche Eingriffe.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1222593_image" /></div> <BR /><BR />Ein vorhandener Steg, einfache sanitäre Anlagen und die Pflege des Geländes würden ausreichen. Beispiele aus Fennberg, dem Völser Weiher oder dem Trentino zeigten, dass naturnaher Zugang und Umweltschutz vereinbar seien.<h3> Klage in Vorbereitung</h3>Weil politische Lösungen ausbleiben, bereitet der Verbraucherschutzverein Robin eine Klage vor dem Verwaltungsgericht vor <b> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/freier-zugang-zum-kalterer-see-jetzt-reichen-wir-klage-ein" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(wir haben berichtet – hier lesen Sie mehr dazu).</a></b><BR /><BR />„Wir arbeiten mit Hochdruck daran – die Unterlagen sind auf der Zielgeraden“, bestätigt Andreaus. „Da die Politik weiter blockiert, werden wir das Recht auf Zugang gerichtlich einfordern. Es geht um ein Grundprinzip: Öffentliche Güter dürfen nicht privaten oder wirtschaftlichen Interessen geopfert werden.“<h3> 7.300 Stimmen</h3>Die Petition für den Seezugang, die weiterhin aktiv ist, zählt inzwischen mehr als 7.300 Unterstützer. Für Robin sei sie ein Symbol für das wachsende Unverständnis in der Bevölkerung über die Untätigkeit der Entscheidungsträger.<BR /><BR />„Zwei Jahre sind genug“, lautet das Fazit des Vereins. „Wir werden nicht nachlassen, bis der Kalterer See allen Menschen offensteht – frei, sanft und würdevoll.“