Sonntag, 05. Mai 2019

Angeblich Kleinkind bei israelischem Luftangriff getötet

Bei Israels jüngsten Luftangriffen auf den Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben ein Kleinkind getötet worden. Ein 14 Monate altes Mädchen namens Sabaa Arar sei gestorben, als die israelische Armee am Samstag das Wohnhaus seiner Familie beschossen habe, erklärte das Gesundheitsministerium der von der radikalislamischen Hamas geführten Regierung im Gazastreifen.

Bei Vergeltungsschlägen der israelische Luftwaffe soll ein Kleinkind in Gaza Stadt ums Leben gekommen sein.
Bei Vergeltungsschlägen der israelische Luftwaffe soll ein Kleinkind in Gaza Stadt ums Leben gekommen sein. - Foto: © APA/AP

Die schwangere Mutter des Kindes wurde demnach schwer verletzt. Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte, ihr lägen dazu keinerlei Informationen vor. Die Armee beteuert stets, dass sie bei ihren Vergeltungsangriffen nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen ausschließlich militante Palästinenser ins Visier nimmt.

Etwa 200 Raketen Richtung Israel abgeschossen

Nach neuen Angaben der israelischen Armee hatten militante Palästinenser am Samstag etwa 200 Raketen vom Gazastreifen auf den Süden und das Zentrum Israels gefeuert. Davon seien mehrere Dutzend Geschosse vom israelischen Raketenabwehrsystem abgefangen worden. Die meisten anderen Geschosse gingen nach Angaben der Polizei auf unbewohntem Gebiet nieder.

Zivilisten verletzt

Allerdings wurden der Polizei zufolge mehrere Israelis verletzt. In der Stadt Kirjat Gat erlitt eine 50-jährige Frau bei der Explosion einer Rakete schwere Verletzungen. Außerdem wurde ein ebenfalls 50-jähriger Israeli bei einem Raketenangriff auf die Stadt Aschkelon verwundet. Darüber hinaus habe es weitere Verletzte gegeben, erklärte die Polizei, ohne nähere Angaben zu machen.

apa/afp

stol