„Mit großer Verwunderung und ebenso großem Unverständnis haben wir, die Anrainer von Pillhof, beim jüngsten Mobilitätsabend im Lanserhaus Eppan erfahren, dass die Umfahrung Pillhof nun doch nicht gebaut werden soll. Diese Entscheidung steht im klaren Widerspruch zu dem Beschluss der Landesregierung Nr. 282 vom 14. März 2017, der die Tunnellösung samt Erhöhung der Baukosten für die Umfahrung Pillhof genehmigte“, sagt Norbert Gasser vom Anrainer-Komitee, das sich aus rund 80 Personen zusammensetzt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1140660_image" /></div> <BR /><BR />Gasser erinnert daran, dass der seinerzeitige Beschluss der Landesregierung „auf fundierten Argumenten basiere, die sowohl von uns Anrainern, der Gemeinde Eppan und Kaltern, sowie der Wirtschaft vorgebracht wurden“. Diese Argumente waren, so Gasser, schließlich ausschlaggebend für den Beschluss der Landesregierung, „nicht nur die Tunnellösung zu genehmigen, sondern auch die finanziellen Mittel für deren Realisierung zu erhöhen“. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1140663_image" /></div> <BR /><BR />Mit dem nun vom Land vorgesehenen Bau eines Verkehrsknotens mit Bushaltestellen, Pendlerparkplatz und Fußgängerwegen in Kombination mit einer Vorzugsspur für die Überetscher Buslinien hat das Anrainer-Komitee jedoch Bedenken, dass mit dieser Planung ein späterer Tunnelbau praktisch ausgeschlossen wäre. Zudem werde die Tunnellösung als „mögliches Baulos 2“ geführt, was nach Ansicht des Komitees „de facto einer endgültigen Streichung des Umfahrungstunnels gleichkommt“, so das Anrainer-Komitee.<BR /><BR /> Der Tunnel Pillhof sei mit dem geplanten Knoten kompatibel und könne sehr wohl in einem zweiten Baulos errichtet werden, heißt es dazu auf Nachfrage aus dem Ressort Infrastruktur und Mobilität des Landes. Die gleichzeitige Durchführung beider Baulose sei zwar technisch machbar, aufgrund des größeren Projektausmaßes derzeit aber nicht finanzierbar. „Die große Variante mit dem Tunnel würde heute weitaus teurer als im Jahr 2017 geschätzt. Wir wissen alle, dass die Baukosten nach der Pandemie und der Ukraine-Krise exorbitant gestiegen sind“, heißt es aus dem Landesressort.<BR /><BR />Die Aufteilung des Bauvorhabens in 2 Baulose habe den Vorteil, dass das erste Baulos aufgrund des reduzierten Projektausmaßes schneller in Betrieb gehen und die chaotische Verkehrssituation endlich entflechtet werden könnte.