„Mit der Vereinfachung der Beitragsansuchen und dem Ausbau der Kleinkinderbetreuungseinrichtungen greift die Landesregierung Vorschläge auf, welche wir seit Jahren unterbreitet haben“, so die ArbeitnehmerInnen.Bei der letzten Sitzung des Landessozialausschusses sei das neue Familienpaket des Landes begrüßt worden. Darin seien viele Vorschläge enthalten, welche die Fachgruppe Familie in den letzten zwei Jahren erarbeitet hat. Wichtig sei aber auch eine finanzielle Besserstellung der Familien. Gerade Lohnabhängige würden es schaffen immer schwerer über die Runden zu kommen, erklärte der Vorsitzende Christoph Gufler. „Für die Südtiroler Familien spielt es keine Rolle, ob sie vom Staat, der Region oder dem Land unterstützt werden. Wichtig ist, dass die Ansuchen einfach und einmal, statt kompliziert und mehrfach gestellt werden können“, so die ArbeitnehmerInnen. Die Einkommenssituation der Familien verbessernArbeitnehmerInnen würden mit Abstand am meisten Steuern zahlen. Es sei schichtweg unmoralisch, wenn sie vom Land mit dem Irpef-Zuschlag noch einmal bestraft würden. Der Zuschlag des Landes auf die Lohnsteuer Irpef sei für Einkommen bis mindestens 35.000 Euro zu streichen. Außerdem soll ein Steuersplitting eingeführt werden, wie es in anderen europäischen Ländern bereits der Fall ist.Das heiße, das Familieneinkommen werde durch die Anzahl der Familienmitglieder dividiert. Notwendig sei es auch das Kindergeld von drei auf sechs Jahre zu verlängern. Zudem müsse den Eltern die Möglichkeit gegeben werden selber zu entscheiden, ob sie Betreuungseinrichtungen nützen oder ob ein Elternteil zuhause bleibt.Ausbau der KinderbetreuungAuch eine bessere Koordinierung der Kleinkinderbetreuungseinrichtungen und deren gezielter Ausbau werden begrüßt. „Es ist eine Tatsache, dass Mann und Frau gezwungen sind einer Arbeit nachzugehen um die Familie über die Runden zu bringen. Deshalb muss das Angebot an solchen Einrichtungen verbessert werden. Allerdings sollte dieser Weg über die Kindergärten gehen anstatt Parallelstrukturen aufzubauen, die gleichviel kosten aber weniger effizient und nachhaltig sind, so die Forderungen.