Diese seien grundsätzlich und insbesondere in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit mit keinem Argument zu rechtfertigen. Der ASGB fordert deshalb die sofortige Rücknahme dieser Bestimmungen.„Arbeitnehmer benötigten Vorschüsse dringender“„Politiker sind Volksvertreter, insofern müssten sie auch im Sinne der Bevölkerung handeln und sich nicht Rechte herausnehmen, die dem normalen Bürger verwehrt bleiben. Wo gibt es das, dass man sich einen Vorschuss auf seine öffentliche Rente auszahlen lassen kann?“, kritisiert der Vorsitzende des ASGB, Tony Tschenett, diese Maßnahme in der Aussendung.„Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben und trotzdem die Miete zahlen, ein Darlehen tilgen oder ihre Familie ernähren müssen, würden einen Vorschuss auf die spätere Rente viel dringender benötigen, bekommen diesen aber nicht, Politiker scheinbar schon“, so Tschenett.„Politikern genügen fünf Jahre für hohe Rente“Und: Damit der einfache Bürger überhaupt eine Rente erhalte, müsse er weit mehr als 40 Beitragsjahre aufweisen, bei Politikern genügten bereits fünf oder zehn Jahre, um eine vergleichsweise viel höhere Rente zu erhalten, unterstreicht Tschenett.Zudem würden einige Landespolitiker auch über ein Zusatzeinkommen aus ihrer ursprünglichen beruflichen Tätigkeit verfügen.Tschenett stößt Diskussion über erworbene Rechte anAußerdem sei an dieser Stelle eine Diskussion über so genannte erworbene Rechte anzustoßen, so Tschenett. Es könne nicht sein, dass den jüngeren Generationen schlechteste Aussichten auf eine angemessene Rente gemacht würden, während sie mit ihren teils prekären Arbeitsverhältnissen weiterhin auch die gegenwärtigen „goldenen“ Renten finanzieren müssten.„Hier braucht es ein Umdenken im Sinne einer Umverteilung von überhöhten Renten auf niedrigere Renten. Kein Beruf der Welt rechtfertigt es, dass im Ruhestand öffentliche Renten von beispielsweise über 5.000 Euro Netto monatlich bezahlt werden“, so Tschenett abschließend.