Dienstag, 28. Januar 2020

ASGB-Jugend warnt vor „Milchmädchenrechnung“

„Fakt ist, dass 95 Prozent sich den Traum vom Eigenheim erfüllen können“. Diese Aussage von Landesrätin Waltraud Deeg bezeichnet Kevin Gruber, Vorsitzender der ASGB-Jugend, als ein gefährliches Zahlenspiel.

ASGB-Jugend warnt vor Milchmädchenrechnung beim Thema leistbares Wohnen.
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ASGB-Jugend warnt vor Milchmädchenrechnung beim Thema leistbares Wohnen. - Foto: © shutterstock
Entweder beziehe sich die von Landesrätin Deeg genannte Zahl auf vergangene Zeiten, so Gruber - jedenfalls auf die Jahre vor der Einführung der EEVE 2017 - oder der Prozentsatz sei komplett an den Haaren herbeigezogen: „Ich warne davor, diese Milchmädchenrechnung als „Fakt“ zu verkaufen, weil damit besonders bei jungen Menschen falsche Hoffnungen in einem Bereich voller Stolperfallen und Hürden geweckt werden.“

Gruber merkt in diesem Zusammenhang an, dass er in seiner Funktion als Vorsitzender der ASGB-Jugend laufend Gespräche mit Jugendlichen führe, deren wesentlichstes Problem das leistbare Wohnen sei. Erwerb von Eigentum sei gerade für junge Menschen, salopp gesagt, eine „Mission Impossible“. Ersparnisse anzuhäufen sei mit den aktuellen Durchschnittsgehältern kaum möglich – das benötigte Startkapital für Eigentumswohnungen für Otto-Normalverbraucher ohnehin leider nicht aufzubringen.

„Ich kann mir das Zustandekommen dieses Prozentsatzes nicht erklären – auch wenn ich mich sehr freuen würde, wirklich über solche Zahlen jubeln zu dürfen“, so Gruber.

stol