Freitag, 10. Februar 2017

ASGB zeigt sich zufrieden mit Post-Abkommen

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) nimmt das Abkommen des Landes mit der Post wohlwollend zur Kenntnis. Der Postdienst hätte laut Tony Tschenett in der Vergangenheit ziemliche Makel offenbart.

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) äußert sich mit Genugtuung zum Abkommen des Landes mit der Post.
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Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) äußert sich mit Genugtuung zum Abkommen des Landes mit der Post. - Foto: © STOL

„Natürlich befürworte ich jegliche autonomen Zugeständnisse, die dem Land gemacht werden. Ich bin davon überzeugt, dass die Postdienste unter einer lokalen Verwaltung endlich europäischen Standards angemessen abgewickelt werden können", schreibt Tschenett in einer Aussendung.

Bisher habe es laufend Beschwerden über eine unangemessen hohe Auslieferungsdauer gegeben, was dazu geführt habe, dass wichtige Einladungen nicht wahrgenommen oder Rechnungen erst nach Fälligkeit gezahlt werden konnten. Deshalb sei ein lokales Verteilerzentrum aus unserer Sicht äußerst begrüßenswert.

„Die Zusage, dass keine Postämter geschlossen und kein Personal abgebaut wird, ist aus gewerkschaftlicher Sicht natürlich ein gewichtiges Argument, das Abkommen zwischen Land und Post zu unterstützen. Ich möchte aber dennoch darauf hinweisen, dass die Arbeitsbedingungen der Postangestellten durchaus Verbesserungspotential haben und erwarte mir zukünftig auch dementsprechende Zusicherungen von Seiten des Landes", schreibt Tschenett weiter.

Des weiteren fordert er ein gerichtliches Urteil zur Auslieferung der Post in Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern, damit das Land zügig reagieren und dementsprechend für die fünf-Tage-Zustellung der Post sorgen kann. Die drei-Tages-Zustellung, wie sie ab März in 95 Gemeinden Anwendung finden wird, sei im modernen Zeitalter nicht tragbar. 

stol

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