„Natürlich dürfen wir nicht die Augen vor der Flüchtlingssituation verschließen," schreiben Mair und Leitner in einer Aussendung, "aber mit einem anhaltenden ‚Tag der offenen Tür’ werden wir das Problem nicht lösen."Anstatt den Südtirolern ein schlechtes Gewissen einzureden, solle die öffentliche Hand für Rechtssicherheit sorgen und schnellstmöglich überprüfen, wer im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention auch tatsächlich ein Flüchtling sei, hält Leitner fest.Strikt gegen "Anlaufstelle" am BrennerDie Freiheitlichen Landtagsabgeordneten lehnen eine „Anlaufstelle“ für Flüchtlinge am Brenner, welche in ihren Augen nichts anderes als ein Flüchtlingszentrum wird, strikt ab.„Es ist völlig unangemessen, das derzeitige Flüchtlingsproblem mit der Option der Südtiroler von 1939 zu vergleichen, wie es Landeshauptmann Arno Kompatscher gestern gemacht hat. Das ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen und zeugt von wenig Geschichtsbewusstsein", kritisieren die beiden Freiheitlichen.Mair kritisiert Kompatscher und Muser für die Unterstützung einer völlig verfehlten italienischen Asylpolitik.„Asylberechtigt sind im Sinne des internationalen Asylrechts Menschen, die aufgrund ihrer Nationalität, Rasse, Religion, politischer Gesinnung oder Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe verfolgt werden. Diesen Menschen ist zu helfen und für die Dauer ihrer Verfolgung eine Zuflucht zu gewähren“, stellt Mair klar."Asylmissbrauch in großem Stil"„In Italien und Südtirol werden jedoch massenweise Wirtschaftsflüchtlinge aufgenommen. Diese werden von den Behörden vielfach nicht registriert und einfach ziehen gelassen, in der Hoffnung, dass sie sich nach Deutschland oder Skandinavien absetzen. Dies ist nicht nur Asylmissbrauch in großem Stil, sondern auch verantwortungslos gegenüber unseren europäischen Nachbarstaaten“, beanstandet Mair.