Sonntag, 06. Oktober 2019

Atomgespräche zwischen USA und Nordkorea in der Sackgasse

Angesichts eines beginnenden Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn könnte US-Präsident Donald Trump einen außenpolitischen Erfolg gut gebrauchen. Doch die die Verhandlungen zum Atomprogramm Nordkoreas stecken in einer Sackgasse.

Donald Trump
Donald Trump - Foto: © APA (AFP) / MANDEL NGAN

Nach einer sieben Monate langen Pause verhandelten Nordkorea und die USA am Wochenende erstmals wieder über atomare Abrüstung in dem ostasiatischen Land.
Doch Nordkorea warf Washington prompt eine „feindselige Politik“ vor und schloss weitere Verhandlungen vorerst aus.

„Wir haben nicht die Absicht, solche widerlichen Verhandlungen wie jetzt zu führen, ehe die USA einen substanziellen Schritt machen, um ihre feindselige Politik gegen Nordkorea komplett und unumkehrbar zurückzuziehen“, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert.
Gemeint war damit wohl die Forderung, vor jeglichen Zugeständnissen zunächst die harten Sanktionen gegen das Land zu lockern. Die Frist für eine Verhandlungslösung laufe „Ende dieses Jahres ab“, warnte Nordkorea.

Das Außenministerium in Washington hingegen bemühte sich, Optimismus zu verbreiten. Die US-Unterhändler seien mit kreativen Ideen angereist und hätten gute Gespräche mit den Nordkoreanern geführt. Das Ministerium setze auf eine weitere Gesprächsrunde in zwei Wochen, hieß es.

Die USA und westliche Verbündete fordern eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und eine Einschränkung der Raketen- und Waffenprogramme Nordkoreas.
Das international isolierte Land verfügt Experten zufolge über erste Atomwaffen und treibt die Entwicklung von Raketen voran, die mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden könnten.

apa