Dienstag, 19. April 2016

Auch Alfano will keine Grenzschließung am Brenner

Innenminister Angelino Alfano hat Österreichs Sorge wegen eines verstärkten Flüchtlingszustroms aus Italien als „vollkommen unbegründet“ bezeichnet.

Angelino Alfano
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Angelino Alfano - Foto: © LaPresse

Bis Dienstag sei die Zahl der in Süditalien eingetroffenen Migranten um lediglich 4,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 gestiegen. Der Zuwachs rechtfertige kein Aufsehen, sagte Alfano. „Es besteht keinerlei Flüchtlingsnotstand.“

In seinen Äußerungen nahm Alfano auch auf die Pläne Österreichs zur Errichtung fester Grenzposten am Brenner Bezug. „Die einseitige Grenzschließung wäre eine vorbeugende Maßnahme, die gegen die Vernunft stößt und einen gravierenden Schaden für die Wirtschaft verursachen würde“, warnte Alfano im Interview mit dem Sender Radio 1 RAI.

Italien will Libyen stabilisieren

Gegen die Flüchtlingsströme aus Nordafrika bemühe sich Italien um eine Stabilisierung der Lage in Libyen – jenem Land, aus dem 90 Prozent aller Flüchtlingsschiffe ablegten, sagte Alfano. Am kommenden Freitag werde er seinen libyschen Amtskollegen treffen. Die Kooperation mit der libyschen Regierung sei für eine Kontrolle der Küste besonders wichtig.

apa

stol