Dienstag, 07. Dezember 2021

Auch für Genesene: Nach 5 Monaten Auffrischungsimpfung empfohlen

5 Millionen Menschen in Italien haben ihre Covid-19-Infektion bereits überstanden. Für sie gibt es nun Neuigkeiten: Ein Rundschreiben des Gesundheitsministeriums empfiehlt, Genesene 5 Monate nach Abschluss des ersten Impfzyklus zu boostern – unabhängig davon, ob sie sich vor oder nach der Infektion haben impfen lassen.

Die Impfkampagne in Italien nimmt Fahrt auf.
Die Impfkampagne in Italien nimmt Fahrt auf. - Foto: © ANSA / MASSIMO PERCOSSI
Italien verzeichnet einen Run auf den Impfstoff: Besonders Drittimpfungen werden nachgefragt. Bisheriger Höhepunkt war der Freitag mit 503.000 verabreichten Dosen, doch auch am Wochenende blieb die Nachfrage groß: Am Sonntag wurden in Italien 283.680 Impfungen verabreicht. Südtirol plant am Wochenende vom 10. bis zum 12. Dezember sein großes „Massenimpfen“.

Neuigkeiten gibt es für die 5 Millionen Menschen in Italien, die eine Corona-Infektion bereits überstanden haben: Aus einem neuen Rundschreiben des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass für sie eine Auffrischungsimpfung 5 Monate nach überstandener Infektion bzw. nach Abschluss des ersten Impfzyklus empfohlen wird. Das gilt unabhängig davon, ob sie sich vor oder nach einer Impfung infiziert haben.

Auch den Genesenen, die noch nicht geimpft sind, wird dringend empfohlen, sich innerhalb eines Jahres nach dem negativen Befund impfen zu lassen. Gesundheitsstaatssekretär Pierpaolo Sileri versichert: „Es besteht nicht die Gefahr, dass die Impfstoff-Vorräte zur Neige gehen.“

Die Infektionszahlen waren am Wochenende in Italien zwar wieder rückläufig (9503 Positive), die Positivitätsrate stieg jedoch auf 3,1 Prozent und die Zahl der Todesfälle verdoppelte sich (92). Die Zahl der Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, zeigt, in welch heikler Lage sich Italien befindet: Mitten in der vierten Welle stehen die Krankenhäuser unter zunehmendem Druck, auch wegen des Zusammentreffens von Covid-19 und der saisonaler Grippe. In einigen Regionen, so berichtet der „Corriere della Sera“, müssen die Krankenwagen vor den Notaufnahmen Schlange stehen.

stol