Dienstag, 09. Februar 2021

Lage weiter angespannt: Jetzt verschärfte Kontrollen

Auf einer Pressekonferenz am Dienstag informierte Landeshauptmann Arno Kompatscher zur Coronalage in Südtirol: Die Situation sei weiter angespannt. Daher will man nun auf verstärkte Kontrollen setzen, um Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen zu vermeiden.

Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstrich bei der Pressekonferenz: „Der Lockdown nützt nichts, wenn wir nicht auch an unserem Verhalten etwas ändern.“
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Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstrich bei der Pressekonferenz: „Der Lockdown nützt nichts, wenn wir nicht auch an unserem Verhalten etwas ändern.“ - Foto: © Screenshot
„Weiterhin ist die Lage angespannt, wie schon seit Wochen. Wir testen viel und wir haben hohe Infektionszahlen: Auch wenn der Prozentsatz der positiven Test in den letzten Tagen ganz leicht gesunken ist, die Zahlen sind alles andere als gut“, erklärte Kompatscher auf der Pressekonferenz.

Mit den Maßnahmen, die am Montag in Kraft getreten sind, hoffe man nun, das diffuse Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bringen.

Seit Samstag stehe die Landesregierung mit den Sozialpartnern und Vertretern des produzierenden Gewerbes in regem Austausch: Regelmäßige Corona-Tests für die Mitarbeiter in Industrie und Handwerk sollen im Rahmen von umfassenden Sicherheitsprotokollen nun umgesetzt werden. Kompatscher bedankte sich bei den Verbänden für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Ausarbeitung dieser Protokolle.

FFP2-Masken demnächst in gewissen Bereichen verpflichtend

Der Landeshauptmann hat auch angekündigt, das Tragen von FFP2-Masken in bestimmten Bereichen in naher Zukunft zu verordnen.

„Seit einiger Zeit gibt es die dringende Empfehlung, diese Masken in geschlossenen Räumen, wo sich mehrere Menschen aufhalten, zu tragen. Nun werden wir diese erhöhte Schutzmaßnahme verpflichtend machen.“

Das Tragen von FFP2-Masken soll ab Montag in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend sein, des weiteren in „geschlossenen Räumen“, die noch näher zu definieren sind.

Am heutigen Dienstag wurde vereinbart, dass solche Masken für Bedürftige zur Verfügung gestellt werden.

Intensive Kontrollen bei Take Away

Außerdem kündigte Kompatscher intensive Kontrollen zur Einhaltung der Anti-Corona-Maßnahmen an: „Man hat vermehrt beobachtet, dass Menschen Getränke und Speisen, die sie bei Bars und Restaurants abholen, auf öffentlichen Plätzen zu sich nehmen und sich so Menschenansammlungen bilden.“

Hier seien nun die Ordnungskräfte aufgefordert verstärkt zu kontrollieren, um solche Menschenansammlungen vor Gastronomiebetrieben zu verhindern. Speisen und Getränke dürften zwar abgeholt werden, müssten dann aber am Arbeitsplatz oder in der Wohnung konsumiert werden.

„Auch im privaten Bereich müssen wir uns an die Regeln halten“

Kompatscher richtete abschließend einen dringlichen Aufruf an die Bevölkerung: „Auch im privaten Bereich müssen wir uns an die Regeln halten. Im Prinzip geht es darum: Arbeiten, dort wo es möglich ist, Dinge des täglichen Bedarfs erledigen, sportliche Aktivitäten von Zuhause ausgehend und ansonsten Zuhause bleiben. Der Lockdown nützt nichts, wenn wir nicht auch an unserem Verhalten etwas ändern.“

Ziel der Landesregierung sei es immer gewesen den Schul- und Arbeitsbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Dies sei viele Wochen lang gelungen, nun sei es notwenig die Infektionszahlen zu drücken und das gehe nur über Minimierung der sozialen Kontakte.

pho