Nach einem Jahr Debatte hat die SVP ein umfangreiches Paket für die deutsche Schule beschlossen. Zentraler Punkt ist eine Sprachstanderhebung im Kindergarten. Diese, so betont Achammer gebetsmühlenartig, sei nicht dazu da, um Kinder auszuschließen, sondern die beste Art der Förderung zu finden. <BR /><BR />Sollte der Bildungsweg an einer deutschen Schule erfolgen, müssen Eltern am Bildungsweg mitwirken: Es wird individuelle Sprachförderpläne geben – und Verpflichtungen zu Stützunterricht und Sprachbegleitung am Nachmittag.<BR /><BR /><embed id="dtext86-73349927_quote" /><BR /><BR /> Das Personal will Achammer unter pensionierten Lehrkräften finden. Viele seien bereit, am Nachmittag einige Stunden in der Woche mitzuhelfen. Hürde war die Anstellung, denn für Lehrer a.D. gilt beim Land ein Anstellungsverbot. „Inzwischen ist dieser Knoten gelöst“, so Achammer. Die „Stiftung zur Unterstützung des deutschen Bildungssystems“, die das Land 2024 gegründet hat, wird die Lehrkräfte im Ruhestand als Referenten beauftragen. <BR /><BR />„Die ersten Beauftragungen erfolgen in den kommenden zehn Tagen“, so Achammer. Die Stiftung habe zwei Module erarbeitet: Eines betrifft Sprachkurse an Schulen für Eltern, das zweite zur Sprachförderung am Nachmittag. „Und zwar nicht nur für Kinder mit Migrationshintergrund, sondern auch für Einheimische mit sprachlichen und sozialen Barrieren“, so Achammer.<h3> Was konkret geplant ist</h3>Im zweiten Semester will man mit Pilotprojekten in Bozen starten. „Der erste ist der Schulsprengel Bozen, dann die anderen drei Sprengel“, sagt Achammer. Im Herbst soll das Projekt auf weitere Städte und Gemeinden ausgedehnt werden. Dazu soll es im zweiten Semester auch einen Aufruf über den Katholischen Südtiroler Lehrerbund (KSL) mit seinem Netzwerk geben. <BR /><BR />Morgen treffen sich die technischen Arbeitstische zum neuen Tarifvertrag für den Bildungsbereich. Dabei wird es auch um normative Anpassungen im beiderseitigen Interesse wie etwa jene gehen, Sozialpädagogen schon im Kindergarten einzusetzen. „Dort brauchen wir sie ganz dringend, denn die Bildungsschere geht weiter auseinander.“ Eine größere Gruppe von Kindern weise aus sozialen, familiären, sprachlichen Gründen Bildungsrückstände auf. „Auf diese muss früh reagiert werden, denn sonst werden sie fortgeschrieben und immer mehr zum Problem für die Kinder“, betont Achammer.