Freitag, 30. Oktober 2015

Aus für Ploner: Neuwahlen in Niederdorf

Erst ein kommissarischer Verwalter, dann Neuwahlen: Nach Bozen, St. Ulrich, Natz-Schabs und Freienfeld hat nun auch die Pustertaler Gemeinde Niederdorf dasselbe Schicksal getroffen.

Das Rathaus von Niederdorf.
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Das Rathaus von Niederdorf.

Am Freitagabend ging es im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung um die politische Zukunft von Niederdorf. 

Denn: Seit den Wahlen hatte sich der Graben zwischen Bürgermeister Kurt Ploner von der Liste „Niederdorf“ und der Liste „Fürs Dorf“ zunehmend vertieft (STOL hat berichtet). Richtig ernst wurde die Lage dann, als zwei Gemeindereferenten der oppositionellen Dorfliste am 29. September zurückgetreten waren, da sie keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit im Gemeindeausschuss sahen.

Seither scheiterten alle Versuche von Ploner, doch noch einen Gemeindeausschuss aufzustellen. Der Gemeinderat lehnte seine Vorschläge ab.

Neuwahlen im Mai

Mit Freitagabend endete die 30-tägige Frist. Und die Befürchtungen wurden wahr: Da auch am Freitag keine Kandidaten zur Vervollständigung des Ausschusses gefunden wurden, wurde der Gemeinderat aufgelöst. Die Abstimmung endete mit sieben Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen. Die Folge: eine kommissarische Verwaltung bis zu den Neuwahlen im Mai.

Noch-Bürgermeister Ploner hat angekündigt, am Montag alle notwendigen Mitteilungen auszusenden. Ab Dienstag steht Niederdorf dann unter kommissarischer Verwaltung.

Nach Bozen sucht Niederdorf damit dasselbe Schicksal heim wie schon die Gemeinden St. Ulrich und Natz-Schabs, wo bereits am 15. November wieder gewählt wird, sowie Freienfeld.

stol

stol