Sonderfonds haben in Südtirol fast alle Politiker. Ab heute Vormittag muss man dafür „hatten“ verwenden, denn mit den Spendierhosen auf Steuerzahlers Kosten ist dann vorbei.Ohne eine Gegenstimme schloss der Landtag am Donnerstagabend die Generaldebatte über den SVP-Entwurf zur Neuregelung der Ausgaben von Politikern ab. Bis heute Mittag dürfte er im Landtag über die Bühne sein, so die "Dolomiten".Damit gibt es keine Gelder mehr, über die Politiker keine Rechenschaft ablegen müssen. Weil gewählte Volksvertreter das Land nun einmal vertreten, wäre es nicht richtig, dass sie alles aus eigener Tasche finanzieren müssen.Klassische Ausgaben wie etwa Gastgeberpflichten gegenüber Delegationen können über einen Repräsentationsfonds getätigt werden.Dieser ist aber genau reglementiert und alle Spesen müssen mit Kassabon oder Rechnung belegt werden.„Um Polemiken zu vermeiden“, wie es Einbringerin Julia Unterberger nennt, stimmt die SVP der Streichung von Art.4 des Gesetzes zu. Zwar immer zu belegen aber doch, war darin weiter von „Sonderspesen wie Zuwendungen an Mitarbeiter“ die Rede.Dagegen lief die Opposition Sturm, sodass man sich auf einen Kompromiss einigte. Der Artikel wird gestrichen. „Dafür können auf Repräsentationskosten auch Essen mit Mitarbeitern bezahlt werden, weshalb sich in der Substanz nichts ändert, sondern nur das Wort Sondergeld verschwindet“, so Unterberger.__________________________________________________________________Mehr zum Thema gibt es in der Freitag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".