Knapp über 3000 Mitglieder zählt die Vereinigung „Südsterne“, ausnahmslos Südtiroler, die im Ausland leben. Damit müssten sie per Gesetz auch alle ins sogenannte A.I.R.E-Register für Auslands-Italiener eingetragen sein. <BR /><BR /><b>Den Briefwählern stehen nur gesamtstaatliche Parteien zur Auswahl</b><BR /><BR />Sie alle haben Post aus Italien mit den Wahlzetteln für die Parlamentswahlen an diesem Sonntag erhalten. Ihre Stimme einem Südtiroler Kandidaten geben, können sie alle allerdings nicht. Ihnen stehen nur gesamtstaatliche Parteien zur Auswahl, die im Auslandswahlkreis kandidieren.<BR /><BR />Weniger betroffen von der begrenzten Wahlmöglichkeit sind junge Südtiroler, die an einer Uni im Ausland studieren. „Die wenigsten von ihnen sind unseres Wissens im A.I.R.E.-Register eingetragen“, sagt Julian Nikolaus Rensi, Vorsitzender der Südtiroler Hochschülerschaft sh.asus. An die 7000 von ihnen studieren in Österreich, rund 2000 in Deutschland. <BR /><BR /><b>Zum Wählen in die Heimatgemeinde kommen</b><BR /><BR />Dennoch ist man auch bei der sh wenig begeistert über den aktuellen Wahlmodus. „All jene, die ihren Wohnsitz nicht ins Ausland verlegt haben, müssen nämlich zum Wählen in ihre Heimatgemeinde kommen“, so Rensi. Und das gelte nicht nur für Auslandsstudenten, sondern auch für gut 6000 Südtiroler an einer italienischen Universität. <BR /><BR />Diese Möglichkeit, in ihrer ursprünglichen Heimatgemeinde ihre Stimme abzugeben und damit einen Kandidaten aus Südtirol zu wählen, haben Auslandssüdtiroler nicht. Ihnen bleibt nur die Briefwahl.