Donnerstag, 09. April 2020

Ausreise von Flüchtlingskindern nach Luxemburg am 15. April

Die Ausreise der ersten 12 minderjährigen Flüchtlinge aus Griechenland in ein anderes EU-Land wird am 15. April stattfinden. Es sollen 9 Kinder aus dem größten Flüchtlingslager Europas, Moria auf der Insel Lesbos, 2 Kinder von der Insel Chios und ein Kind von der Insel Samos nach Luxemburg fliegen, wie die Regierung in Athen am Donnerstag mitteilte.

9 Kinder sollen aus dem Flüchtlingslager Moria ausgeflogen werden.
9 Kinder sollen aus dem Flüchtlingslager Moria ausgeflogen werden. - Foto: © APA (AFP/Archiv) / LOUISA GOULIAMAKI
Die 12 Kinder sollen zunächst nach Athen kommen und dann von dort nach Luxemburg fliegen. Danach sollen weitere 50 Kinder nach Deutschland gebracht werden. „Diese Kinder werden nach jetziger Planung am Freitag, dem 17. April, nach Deutschland fliegen“, sagte der stellvertretende griechische Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos.

1600 Flüchtlingskinder sollen in die EU gebracht werden

Der Plan sieht vor, dass rund 1600 Minderjährige in andere EU-Staaten gebracht werden sollen. Das Verfahren wird aber nach Schätzung des stellvertretenden Migrationsministers länger als bisher erhofft dauern.

Unterdessen stellt Österreich Griechenland 180 Container zur Unterbringungen von Geflüchteten sowie deren Gesundheitsversorgung zur Verfügung. Der stellvertretende griechische Migrationsminister George Koumoutsakos habe ein dementsprechendes Hilfsansuchen an die Bundesregierung gestellt, wie das Innenministerium mitteilte. Der Verleih der Spezialcontainer soll auch dabei helfen, die „besonderen Herausforderungen“ der Corona-Krise zu bewältigen, sagte Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

apa