Montag, 08. Februar 2021

Autonomiegruppe: „Konstruktive und loyale Unterstützung“ für Draghi

Vertreter der Autonomiegruppe im Senat haben am Montag zum zweiten Mal den designierten Ministerpräsidenten Mario Draghi getroffen: „Wir hoffen auf eine seriöse Politik, eine, die an der Lösung von Problemen arbeitet, ohne Populismus und die Logik eines ständigen Wahlkampfes.“ Das schreibt Julia Unterberger, die Vorsitzende der Gruppe.

Gianclaudio Bressa (von links), Dieter Steger, Julia Unterberger und Albert Lanièce nach dem Treffen mit Mario Draghi.
Gianclaudio Bressa (von links), Dieter Steger, Julia Unterberger und Albert Lanièce nach dem Treffen mit Mario Draghi. - Foto: © autonomiegruppe
„Als überzeugte Europäer können wir die Regierung Draghi nur unterstützen. Ein Europa der Regionen und ohne Nationalismen war schon immer unser Ziel. Mit Mario Draghi rückt ein solches Europa näher“, teilt Unterberger mit.

Am Treffen haben auch die Senatoren Dieter Steger, Albert Lanièce und Gianclaudio Bressa teilgenommen.

Mit technischen Regierungen hätte man in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen gemacht. Unsicher sei man daher über die Position des designierten Ministerpräsidenten zu den Sonderautonomien gewesen, heißt es in einer Aussendung.

„Deshalb haben wir Mario Draghi in beiden Sitzungen unsere diesbezüglichen Standpunkte erläutert: Wir fordern eine Strukturpolitik für die Berggebiete, die sich bereits im nächsten ,Wiedergutmachungs‘-Dekret und selbstverständlich im EU-Wiederaufbauplan niederschlägt“, schreibt Unterberger.

Sie fährt fort: „Als eine der wenigen Frauen in den Delegationen habe ich den designierten Ministerpräsidenten auch auf das Thema Gleichstellung der Geschlechter angesprochen: Italien liegt diesbezüglich europaweit in allen Ranglisten auf den letzten Plätzen. Und das wirkt sich nicht nur negativ auf die Frauen aus, sondern auf das ganze Land. Ich hoffe, dass der Gleichstellungspolitik mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und dass die Frauen in der neuen Regierung angemessen vertreten sind.“

Die Autonomiegruppe werde die neue Regierung „konstruktiv“ und „loyal“ unterstützen.

stol

Schlagwörter: