Freitag, 11. Juni 2021

Bald mit 18 Jahren zu Senatswahl

Die Abgeordnetenkammer hat einen Entwurf zur Verfassungsreform gebilligt, mit dem das Alter für die Wahl der Senatoren von 25 auf 18 Jahre reduziert wird. Davon könnten 4,12 Millionen Italiener im Alter unter 25 Jahren profitieren, die derzeit zwar die Abgeordneten, aber nicht die Senatoren wählen dürfen.

Bei der Senatswahl wird ein Stimmzettel in die entsprechende Urne eingeworfen. mf mf
Bei der Senatswahl wird ein Stimmzettel in die entsprechende Urne eingeworfen. mf mf
Der Reformvorschlag wurde von der 5-Sterne-Bewegung eingereicht. Das unterschiedliche Alter für die Wahl von Abgeordnetenkammer und Senat hatte in den vergangenen Jahren öfters zu verschiedenen Wahlergebnissen geführt.

Für den Entwurf, der Artikel 58 der Verfassung ändert, stimmten 405 Abgeordnete, hinzu gab es 5 Gegenstimmen und 6 Stimmenthaltungen. Der Entwurf muss jetzt noch vom Senat zur zweiten und endgültigen Billigung verabschiedet werden.

PD-Chef Enrico Letta begrüßte den Beschluss des Senats. Es sei absurd, dass man in Italien 25 Jahre alt sein müsse, um die Senatoren zu wählen.

Zufrieden erklärte sich auch die Lega. „Auf diese Weise kehrt eine Generation, die zu lange ausgeschlossen, gedemütigt und ungehört war, in den politischen Mittelpunkt zurück. Leider wird diese Reform die Tausenden von jungen Menschen, die ins Ausland gegangen sind, nicht nach Italien zurückbringen und die Jugendarbeitslosigkeit nicht senken, aber sie kann ein wichtiges Signal sein. Es ist uns egal, wen diese jungen Leute wählen, es ist uns wichtig, dass sie wieder als politische Priorität betrachtet wird. Ich bin überzeugt, dass diese Generation das Recht der jungen Italiener verteidigen wird, ihre Zukunft in Italien aufzubauen“, so der Lega-Abgeordnete Alberto Stefani in einer Erklärung.

apa

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