„Das muss aufhören“, sagte Ban am Mittwoch nach einer Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen in New York. Er sei besorgt über den geplanten Bau von 20 Wohnungen „im Herzen des arabischen Viertels“. „Ich sage hier noch einmal: Die Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal.“Ban hob vier Punkte einer künftigen Nahost-Politik der Vereinten Nationen hervor. Zum einen gebe es keine Alternative für weitere Gespräche um einen eigenen Palästinenserstaat. Dazu sollten beide Seiten direkt miteinander verhandeln. „Das Ziel muss es sein, innerhalb von 24 Monaten alle Differenzen um den Status zweier benachbarter Staaten beizulegen.“ Zweites dürften sich keine der Parteien von Provokationen ablenken lassen. „Ohne Frage, wir werden geprüft werden. Aber Extremisten müssen wissen, dass alle Seiten entschlossen sind, am Verhandlungstisch zu bleiben.“ Drittens gebe es in der Region „zu viele negative Fakten, wir brauchen positive Fakten“. Der Koreaner nannte als Beispiele einen Siedlungsstopp und das Ende der Gaza-Blockade. Aber auch die Raketenangriffe auf Israel müssten aufhören. Viertens werde die internationale Gemeinschaft die Entwicklung genau beobachten. Deshalb werde er am Donnerstag zum Gipfel der Arabischen Liga nach Libyen fliegen, sagte Ban. Israel hatte den arabischen Ostteil Jerusalems im Sechstagekrieg von 1967 besetzt und 1980 ins eigene Staatsgebiet einverleibt. Der UN-Sicherheitsrat hatte diese Entscheidung als „null und nichtig“ bezeichnet. dpa