Barroso sagte am Dienstag nach dem Antrittsbesuch von Regierungschef Mario Monti in Brüssel: „Das ist der Grund, warum wir eine historische Verantwortung auf dieser Regierung sehen.“Barroso warnte, niemand dürfe von den Märkten Wunder erwarten. „Wir können die Wahrnehmung der Märkte nicht von einem Tag auf den anderen ändern.“ Italien müsse seine Bemühungen weiter verfolgen, um wieder das Vertrauen der Investoren zu gewinnen.„Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon“ Es gebe nach wie vor Besorgnis über die Höhe der Risikoaufschläge für italienische Staatspapiere. „Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, betonte er. Nötig seien fiskalische Konsolidierung und die Schaffung von Wachstum durch Strukturreformen, beides brauche aber Zeit.Monti versicherte, seine Regierung werde alles tun, „um Europa ins Herz unserer Aktivitäten zu setzen“. Europa stelle keine Bürde dar, sondern gebe Hinweise, die für den Schutz künftiger Generationen wichtig seien.Monti bekennt sich zu „Gemeinschaftsmethode“ Es sei notwendig, immer wieder zu erklären, dass es dabei nicht um eine Bürokratie-Übung gehe. Monti versicherte überdies, er werde alles tun, um zu Hause einen partei- und sozial übergreifenden Konsens für sein Spar- und Reformprogramm zu erzielen.Dabei bekannte sich der neue Ministerpräsident und frühere EU-Wettbewerbskommissar ausdrücklich zur EU-Gemeinschaftsmethode.Am Mittwoch werde er die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in einem begrenzten Format treffen, es sei sich aber bewusst, „dass wir die Gemeinschaftsmethode brauchen“, sagte er.Mit Barroso stimme er insbesondere darin überein, dass beide keine Spaltung zwischen der Eurozone und den anderen EU-Mitgliedern wollten.Monti erklärte, seine Regierung werde das Ziel achten, wonach Italien bis 2013 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen soll. Er habe aber nicht mit Barroso darüber gesprochen. Am Freitag komme EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn nach Rom, um die Details dort zu diskutieren.Für Monti gab es Lob von Barroso Barroso lobte Monti als „sehr engagierten Italiener und Europäer“ und als erfahrenen Politiker.„Italien ist im Herzen von uns allen Europäern.“ In diesem Zusammenhang erinnerte Barroso daran, dass die Gründungsverträge der Gemeinschaft in Rom unterzeichnet wurden. apa/stol