Donnerstag, 02. November 2017

Basiswahl: Pustertal nominiert Vallazza und Reinalter

Wer tritt für die Bauern 2018 bei den Landtagswahlen an? Darum ging es auch bei der vierten von sechs Bezirksbauernratssitzungen. Mit Joachim Reinalter, Manfred Vallazza und Wilhelm Haller stellen sich drei SBB-„Schwergewichte“ der Nominierung für die SBB-Basiswahl. Am Ende hatten Vallazza und Reinalter die Nase vorne.

Manfred Vallazza (r.) und Joachim Reinalter wurden vom Bezirk Pustertal nominiert.
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Manfred Vallazza (r.) und Joachim Reinalter wurden vom Bezirk Pustertal nominiert.

Im Pustertal haben sich drei sehr bekannte Kandidaten um die zwei Plätze beworben, die zur Teilnahme an der SBB-Basiswahl berechtigten, die im Dezember und Jänner über die Bühne gehen wird. Joachim Reinalter ist SBB-Bezirksobmannstellvertreter, Manfred Vallazza ist SBB-Gebietsobmann Gadertal und Wilhelm Haller der aktuelle Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend. Entsprechend groß war daher die Spannung vor der Wahl.

Manfred Vallazza und Joachim Reinalter nominiert

Am Ende haben sich im  erweiterten Bezirksbauernrat Manfred Vallazza und Joachim Reinalter durchgesetzt. Bezirksobmann Anton Tschurtschenthaler berichtet: „Dass Manfred Vallazza vorne liegt, ist ein klares Signal für das Gadertal und zeigt, dass er als Kandidat von den bäuerlichen Organisationen des Pustertals breit mitgetragen wird. Auch Joachim Reinalters Kandidatur wird von seinem Heimatbezirk aktiv unterstützt, obwohl er auch schon vom Eisacktal und vom Unterland nominiert worden war.“ 
Zweite Chance für Haller über SBJ-Landesleitung

Wilhelm Haller habe in seinem Heimatbezirk Pustertal ebenfalls ein gutes Ergebnis erzielt. „Er hat nun noch die Möglichkeit, über die Landesleitung der Bauernjugend für die Basiswahl bestimmt zu werden“, erklärt Tschurtschenthaler.
Darüber hinaus wird die Basiswahl-Kandidatur von Maria Hochgruber Kuenzer und Sepp Noggler unterstützt. Beide sind fixe Basiswahl-Kandidaten. „Sie machen ihre Arbeit gemeinsam mit Albert Wurzer im Landtag sehr gut", betont Tschurtschenthaler.
Wildruhezonen: Landwirtschaftliche Tätigkeit muss Platz haben

Die Basiswahl war aber nicht das einzige Thema auf der erweiterten Bezirksbauernratssitzung. So ging es u. a. auch um die Wildruhezonen. SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler stellte klar: „Wir sind für Jagdruhezonen, nicht aber für Wildruhezonen. Diese Gebiete sollen so klein wie möglich ausfallen und möglichst keine Privatwälder und -flächen umfassen, um die land- und fortwirtschaftliche Tätigkeit nicht zu gefährden“, stellte.
Auch wurde über die EU-Agrarreform nach 2020 diskutiert. „Es geht für Südtirol vor allem darum, die Berglandwirtschaft zu fördern und schwierige Produktionsbedingungen durch Leistungsentgelte auch weiterhin auf ausgewogene Weise auszugleichen."

Direktor Siegfried Rinner nahm zum neuen Raumordnungsgesetz Stellung: „Laut derzeitigem Vorschlag wird es keine Bagatelleingriffe mehr geben, sondern stattdessen freie Eingriffe auf der Basis staatlicher Bestimmungen, die nicht genehmigungspflichtig sind. Die Entscheidung wird nicht mehr beim Bürgermeister, sondern bei der Forstbehörde liegen. Hier wird es darum gehen, die derzeitigen Möglichkeiten für Bagatelleingriffe zu erhalten."

stol

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