Nach den Bezirken Burggrafenamt (kein eigener Kandidat gewählt, der Bezirk unterstützt den landesweiten Kandidaten) und Eisacktal (Joachim Reinalter hatte sich als einziger im Bezirk um die Unterstützung der Bauern bemüht) haben nun auch die Unterlandler Funktionäre von Bauernbund, Bäuerinnen, Bauernjugend und Senioren ihre Kandidaten für die SBB-Basiswahl bestimmt. Dabei gab es die erste, handfeste Überraschung. Neben dem Kurtatscher Landtagsabgeordneten Oswald Schiefer wurde als zweiter Kandidat Joachim Reinalter aus Percha gewählt. Gallmetzer und Giovanelli haben das NachsehenNicht auf die begehrten ersten beiden Plätze haben es hingegen die zwei weiteren Unterlandler Kandidaten Georg Gallmetzer und Egon Giovanelli geschafft. Jeder Bezirk darf maximal zwei Kandidaten ernennen, die dann auf die Liste für die Bauernbund-interne Basiswahl kommen. „Das Unterland steht geschlossen hinter der Kandidatur von Oswald Schiefer. Er war in den vier Jahren, seit denen er im Landtag sitzt, stets ein verlässlicher Ansprechpartner und hat gezeigt, dass er hinter der Landwirtschaft steht. Auch Joachim Reinalter hat ein sehr starkes Ergebnis im Bezirksbauernrat eingefahren. Dass dies im Unterland als fast ausschließlichem Obst- und Weinbaubezirk möglich ist, ist als Zeichen der großen Solidarität mit der Berglandwirtschaft zu werten", verkündete Bezirksobmann Reinhard Dissertori.Lob gab es auch für die derzeitigen bäuerlichen Landtagsabgeordneten Maria Hochgruber Kuenzer, Sepp Noggler und Albert Wurzer. „Unsere Funktionäre und Mitglieder bewerten die Arbeit durchaus positiv.“Auch Schäden durch Frost und Großwild waren ThemenDie Nominierung der Kandidaten für die Bauernbund-interne Basiswahl war aber nicht das einzige Thema auf der erweiterten Bezirksbauernratssitzung im Unterland. Landesobmann Leo Tiefenthaler betonte, dass eine Risikoabsicherung aufgrund der Zunahme von Frost- und Hagelschäden immer wichtiger werde. „Es macht Sinn, dass die öffentliche Hand Versicherungssysteme unterstützt anstatt im Schadensfall für große Schäden zu bezahlen.“Für die Berglandwirtschaft werde das Großraubwild zu einer immer größeren Gefahr. Es gelte, alles zu tun, damit Südtirol wolfsfrei bleibe.Landesraumordnung als BumerangNicht zufrieden war Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner mit dem jüngsten Entwurf zum neuen Landesraumordnungsgesetz. „Es besteht immer noch die Gefahr, dass die Aufnahme des Landschaftsschutzes ins Raumordnungsgesetz ein gefährlicher autonomiepolitischer Bumerang werden könnte. Der Staat beharrt nämlich auf seiner Kompetenz im Bereich der Planung und der Genehmigungsverfahren im Landschaftsschutz.stol