Den Abbau der Wartelisten hat Gesundheitslandesrat Dr. Hubert Messner zur Chefsache erklärt und verfolgt die Monitoringdaten aufmerksam. Er sieht vor allen Dingen bei den prioritären Visiten einen „positiven Trend“, Sorgen bereiten ihm die „aufschiebbaren“ Visiten, insbesondere in den Bereichen Kardiologie, Urologie und Rheumatologie.<BR /><BR />Der Sanitätsbetrieb hat ausufernden Wartezeiten – auch auf römischen Druck hin – den Kampf angesagt. Auch mehr Transparenz scheint man sich dabei vorgenommen zu haben, und so werden nun Daten aus der Erhebung der Wartezeiten auf der Webseite des Betriebes veröffentlicht. <h3> Wartezeiten</h3>Aktuell findet man unter „dermatologische Visite“ eine Wartezeit zwischen 270 und 300 Tagen an den Standorten Neumarkt (territorialer Dienst), Innichen (Krankenhaus) und Bruneck (Krankenhaus). Schneller geht es im Sprengel St. Martin in Thun (99 Tage). Auf eine kardiologische Visite wartet man zwischen 190 und 280 Tagen (KH Bruneck) – keine Angaben u.a. für die Spitäler Innichen und Sterzing. <BR /><BR />Eine urologische Visite bekommt man laut den aktuellen Angaben nicht unter einer Wartezeit von 135 Tagen (Sprengel Gries-Quirein), noch einen Monat länger wartet man an den Spitälern Meran und Brixen, am Krankenhaus Bozen sind es gar 239 Tage. Es geht zäh mit dem Abbau. <h3> Dringende Leistungen werden sofort garantiert</h3>Wichtig: All diese Vormerkzeiten beziehen sich auf nicht dringliche Visiten, dringende Leistungen werden sofort garantiert, das unterstreicht auch Landesrat Dr. Messner. <BR /><BR />Seine wichtigste Baustelle liegt derzeit bei denjenigen Visiten, die innerhalb von 30/60 Tagen zu erbringen sind. Einen positiven Trend sieht er bei den prioritären Visiten. „Über Zusatzstunden der Primare konnten wir schon einiges verbessern“, erklärt Dr. Messner. Viel verspricht er sich nun von der Datenanalyse der eigens eingesetzten Arbeitsgruppe und von den Gesprächen mit den Ärzten in Sachen „angemessene Verschreibung“, die im Frühjahr starten sollen. „Wir haben 1,5 Millionen Anfragen im Jahr, davon müssen wir runterkommen.“