<BR />Zudem lichten sich die Reihen der Bewerber: Von fünf sind nur mehr drei übrig, davon eine oder einer, der keine Zeit für die Anhörungen findet.<BR /><BR />Landtagspräsident Arnold Schuler muss am 13. Mai sein Amt an Angelo Gennaccaro abgeben. Zuvor scheint er noch einiges unter Dach und Fach bringen zu wollen. Erstmals soll Südtirol einen Beauftragten für die Gefängnisinsassen bekommen, den der Landtag nächste Woche bestimmen soll. <BR /><BR />In aller Eile soll dazu am Mittwoch noch eine Anhörung der Kandidaten eingeschoben werden, die mittlerweile auf drei gesunken sind. Kommen werden aber nur zwei, denn eine oder einer ist an dem Termin verhindert. Zudem muss noch eiligst das gesetzlich vorgeschriebene Einvernehmen über einen Namen mit der Landeshauptstadt Bozen gesucht werden, die Standortgemeinde des (immer noch alten) Kerkers ist. Laut Landtagspräsident Arnold Schuler gehören alle verbliebenen Kandidaten der italienischen Sprachgruppe an.<h3> Eile sorgt für schiefe Optik</h3>Doch am Vorhaben kommen Zweifel auf. Die Eile sorgt zumindest für eine schiefe Optik. Einen Tag nach Bestellung des Gefängnisbeauftragten wird der Landtag nämlich das Gesetz zur Neuregelung der vielen Ombudsstellen im Landtag verabschieden.<BR /><BR /> Mit diesem ändert sich die Positionierung des Garanten für die Inhaftierten und auch dessen Ernennungsmodus. Vom Landtag gewählt wird künftig nur mehr der Ombudsmann bzw. die Ombudsfrau für Bürgeranliegen. Alle anderen Experten für Fachbereiche werden vom Landtagspräsidium ernannt. Ob auf Vorschlag der Fraktionssprecher oder einer Kommission aus Landtagsabgeordneten, ist nächste Woche bei der Debatte über das Gesetz festzulegen. <BR /><BR />An der Besoldung des Gefängnisbeauftragten ändert sich hingegen wenig. Er ist in der 8. Funktionsebene eingestuft. Die Ergebniszulage kann 60 Prozent betragen.