Donnerstag, 14. Mai 2020

„Bedürfnisse der Familien in den Mittelpunkt rücken“

In einer Presseaussendung kritisieren die Allianz für Familie und der Katholische Familienverband die Notbetreuung in Kindergärten und Schulen. Das System gehe an den Bedürfnissen der Familien vorbei.

Schwierige Situation für Kinder.
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Schwierige Situation für Kinder. - Foto: © shutterstock
Wie die Allianz für Familie und der Katholische Familienverband mitteilen, gebe es in Sachen Notbetreuung in den Kindergärten und Schulen zahlreiche Kritikpunkte.

Die Verbände weisen in der Presseaussendung daraufhin, dass
-die angebotenen Zeiten der Notdienstbetreuung am Bedarf der Eltern vorbeigehen
(es gab keine vorherige Erhebung – wie sie beispielsweise einige private KITA Dienste vorab durchgeführt haben – um dem Bedarf der Eltern unter den gegebenen Sicherheitsvorschriften bestmöglichst zu entsprechen)
-die Modalitäten der Einschreibung waren vielen nicht klar und haben zu Unstimmigkeiten bei der Anmeldung geführt (es war nicht klar definiert, dass auch Eltern mit zeitweiser Home-Office Option und zeitweiser Anwesenheitspflicht im Betrieb ansuchen können)
-die italienischen Bildungseinrichtungen haben zeitversetzt und erst sehr spät das Prozedere für die Notbetreuung iniziiert.

Die Allianz der Familie und der KFS schlagen weiterhin als Lösungsansätze im Sinne der Eltern vor:
-Öffnung der Kriterien (auch mittels nachträglichem Ansuchen, welches innerhalb der nächsten Tage gestellt werden kann), so dass die Kapazitäten der einzelnen Einrichtungen in den Gemeinden besser ausgenutzt werden können
-Anpassung der Zeiten: sie werden einer realistischen Arbeitszeit angepasst (mind. 7 Uhr bis 13 Uhr)
-Kreative Lösungen müssen her: Unterstützungssysteme „von Familie zu Familie“ sollen aktiviert werden können, die Voraussetzungen hierfür sollen schnellstens geklärt werden
-Eine weitere Möglichkeit wäre die Einrichtung eines übergreifenden Notdienstes (Geschwisterkinder werden gemeinsam betreut), sodass maximal 2-3 Familien in einer Gruppe vertreten sind, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren
-Die Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und den Anbietern der Sommerprojekte in den Sommermonaten wird vorgesehen und geplant

Jugendliche dürfen hierbei nicht vergessen werden.

„Gute Planung unerlässlich“

„Im Laufe des Sommers ist eine gute Planung der Angebote für den Schulbeginn im Herbst unerlässlich. Dabei sollten die Bedürfnisse der Familien im Mittelpunkt stehen“, so die Allianz für Familie und der Katholische Familienverband.

„Wirtschaft funktioniert ohne Familien nicht, Gesellschaft funktioniert ohne Familien nicht“; heißt es in der Presseaussendung zusammenfassend.

Familien müssen laut Allianz für Familie und dem Katholischen Familienverbandverstärkt unterstützt werden, „auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Arbeit in Home-Office das ausgeglichene, gut funktionierende Familienleben gefährden kann“. Kinder brauchen demnach Zeit und Beziehung „und diese kann nicht nur 'nebenbei' abgewickelt werden“, so die Organisationen.

Schlussendlich müsse auch der angespannten finanziellen Situation der Familien Rechnung getragen werden.

stol

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