Doch mit ihrem Beschluss konnte sie sich am Freitag nicht durchsetzen: „Wir haben das Thema einstweilen ausgesetzt“, war der einzige Kommentar von Landeshauptmann Arno Kompatscher nach der Landesregierungssitzung. <BR /><BR />Quer gelegt haben sich in der Sitzung gegen den Mairschen Eisenbesen hauptsächlich die italienischen Mitglieder der Regierung, aber auch von Seiten der SVP gab es keine substanzielle Unterstützung. Laut Mair einzige Ausnahme: Landesrat Daniel Alfreider. „Er hat sich klar für die Reorganisation ausgesprochen, während andere nur genickt, aber nichts gesagt haben“, ärgert sie sich. <BR /><BR />„Es scheint egal zu sein, ob die SVP mit links oder rechts koaliert, die Italiener erweisen sich als Garant des Systemerhaltes“, wettert sie. Tragfähige Argumente für die Beibehaltung des Verwaltungsrates habe sie gestern jedenfalls nicht zu hören bekommen.<BR /><BR />„Wenn es tatsächlich nur darum geht, dass italienische Wähler einen italienischen Ansprechpartner im Wobi haben, dann sind wir bei reiner Parteipolitik“, sagt Mair. Und bei Versorgungsposten für die eigenen Schäfchen.<BR /><BR /><BR /><BR /> Ihr Ansatz sei ein anderer: „Mir geht es nicht um Parteipolitik, dafür ist der Obmann zuständig. Mir geht es auch nicht um Versorgungsposten. Mir geht es darum, das Wobi effizienter zu machen – zum Wohle aller Mieter.“ <BR /><BR />Dass sie bei so viel italienischem Gegenwind keine Unterstützung für ihr Vorhaben von der SVP bekommen würde, wundert sie nicht.<BR /><BR />„Ich bin davon ausgegangen, dass es so kommen wird“, sagt sie. <BR />Schlussendlich hat Mair den Beschluss „von der Tagesordnung abgesetzt: Es bringt ja nichts, daraus eine ethnische Kampfabstimmung zu machen.“ <BR />Eine Beibehaltung des Verwaltungsrates komme aber nur dann in Frage, wenn er mit kompetenten Personen besetzt werde, die von der Materie etwas verstünden – und zweisprachig seien, betont Mair. Da fährt auf gut Südtirolerisch der Zug drüber: „Ich werde sicherlich nichts unterschreiben, mit dem ich nicht leben kann.“<BR /><BR />Doch ganz geschlagen gibt sie sich auch in Sachen Abschaffung des Verwaltungsrates noch nicht: „Es ist gut möglich, dass ich den Beschluss zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal vorlege.“