Freitag, 24. Juli 2015

Benko-Projekt: Wie geht's weiter in Bozen?

Nach der hauchdünnen Entscheidung im Bozner Rathaus bleiben einige Fragen offen. Das Tagblatt "Dolomiten" listet in seiner Freitag-Ausgabe einige mögliche Zukunftsszenarien auf.

Zahlreiche Wortmeldungen prägten am Donnerstag die Gemeinderatssitzung in Bozen. (Foto: DLife)
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Zahlreiche Wortmeldungen prägten am Donnerstag die Gemeinderatssitzung in Bozen. (Foto: DLife)

Das Votum des Bozner Gemeinderates läutet die Endphase in der Abwicklung des sogenannten PRU, also des städtebaulichen Umstrukturierungsplans für die Zone zwischen Südtiroler, Perathoner- und Garibaldistraße, ein.

Das Verfahren sieht den Gemeinderat als jenes Organ an, das das letzte Wort  hat. Somit ist der Vorschlag des Investors René Benko nun abgelehnt.

Die Signa Holding hat  die Möglichkeit – wie es bei jedem anderen Beschluss auch ist – Rekurs gegen die Entscheidung einzureichen.

Auch Schaden- oder Spesenersatzklagen für die von der Gemeinde beantragte Umplanung sind theoretisch möglich.

Möglich ist auch, dass die Signa das Projekt in veränderter Form noch einmal einreicht und erneut einen PRU beantragt. 

Ob das Nein zum Benko-Projekt aus politischer Sicht nun auch bedeutet, dass Bürgermeister Luigi Spagnolli mit seiner jetzigen Mehrheit weiterarbeiten kann, ist ungewiss. Am Donnerstag hatte er sich nämlich äußerst kritisch gegenüber den Grünen geäußert und betont, dass es von seiner Seite kein Vertrauen mehr zu dieser Partei gebe.

D/pir

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Ausführliche Berichte über die hitzige Bozner Gemeinderatssitzung vom Donnerstagabend sowie zahlreiche Reaktionen lesen Sie auf einer ganzen Seite der Freitagausgabe des Tagblattes "Dolomiten". 

stol