Die EU-Kommission wird am Mittwoch ihre Halbzeitbewertung der TEN-Projekte für die Periode 2007-2013 präsentieren. Österreich ist dabei an insgesamt sechs grenzüberschreitenden Ausbauten bei Schiene, Straße und Wasser beteiligt.Die 27 EU-Staaten verfügen über insgesamt fünf Millionen Kilometer asphaltierte Straßen, davon sind 61.600 Kilometer Autobahnen, ferner gibt es 215.400 Kilometer Bahnlinien, von denen wiederum 107.400 elektrizifiert sind. Auf dem Wasser werden 41.000 Kilometer an Verkehrsmöglichkeiten auf europäischen Binnengewässern angegeben. Für die Periode 2007-2013 stehen knapp über acht Milliarden Euro an EU-Mitteln zur Verfügung.Zur Bahnlinie Berlin-Parlermo heißt es, dass das „Herzstück“ der Verbindung der Brenner-Basistunnel sei. Zwischen München-Innsbruck-Bozen-Trient-Verona gelegen, umfasst dieser Bereich den 55 Kilometer langen grenzüberschreitenden Brenner-Basistunnel, der Innsbruck und Franzensfeste verbindet. Laut Brüsseler Behörde fördert das Mehr-Jahres-Programm vor allem komplexe Projekte mit einer Langzeitperspektive. Da mehrere Länder beteiligt seien, gebe es bei grenzüberschreitenden Vorhaben auch zusätzliche Koordinierungserfordernisse sowie Probleme bei der Finanzierung, verglichen mit rein nationalen Projekten. 23 Prozent aller Projdkte mit einem Anteil von 60,2 Prozent der Mittel seien grenzüberschreitend.Insgesamt gibt es 92 TEN-Pläne. Die Zwischenbewertung der Kommission erfolgt vor allem deshalb, um sicherzustellen, dass der „stärkste EU-Mehrwert“ erzielt werden kann, hieß es. Die TEN-Projekte sind von der Union eingerichtet worden, um Flaschenhälse im Transportsektor durch die Schaffung eines einzigen kombinierten Netzes, das die Verbindungen am Land, zur Seu und in der Luft durch Europa zu beseitigen. Die Mittelbeschaffung durch die EU dient als Katalysator, um zusätzliche Geldquellen durch Investoren erzielen zu können.