Die Koalition gewann die Vertrauensabstimmung mit 313 gegen 291 Stimmen. Das Dekret war bereits vom Senat verabschiedet worden.Die Regierung in Rom hatte unter dem Eindruck der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima am 23. März ein einjähriges Planungsmoratorium für Atomkraftwerke verhängt. Ministerpräsident Silvio Berlusconi meinte kürzlich, vermutlich seien zwei Jahre nötig, um „die Italiener davon zu überzeugen“, dass die Atomkraft sicher sei. Mit dem nun eingeleiteten Stopp des Wiedereinstiegs in die Atomenergie will die Regierung ein von der Opposition geplantes Referendum über die Atomkraftnutzung am 12. und 13. Juni verhindern. Italien, das nach der Katastrophe in Tschernobyl 1986 im folgenden Jahr aufgrund eines Referendums aus der Atomenergie ausgestiegen war, hatte im Jahr 2008 wieder ein Gesetz zur Planung von Meilern beschlossen. Dieses sah den Bau von Atomkraftwerken ab 2014 vor, die 2020 in Betrieb gehen sollen. Nun sollen laut Industrieminister Paolo Romani die AKW-Stresstests der EU abgewartet werden. Vorgenommen werden die Tests von den nationalen Behörden, die dann ihre Ergebnisse an die Kommission melden. In einem Bericht sollen die Experten Brüssels dann die Ergebnisse bewerten.apa/stol