Der Ministerpräsident schließt seinen Rücktritt nach wie vor aus und witzelt sich weiter durch die Krise. Napolitano habe keine Lust zurückzutreten, darüber sei nicht gesprochen worden, versuchte es der Ministerpräsident gegenüber Journalisten nach dem Treffen mit einem Scherz.„Ich werde nicht zurücktreten“Anschließend beteuerte Berlusconi, dass über seinen Rücktritt nicht gesprochen worden sei. „Ich werde nicht zurücktreten und habe dem Staatspräsidenten versichert, dass die Regierung hart arbeitet und ihren Weg weitergehen wird“.Die Regierung habe die Situation im Griff: „Wenngleich die Medien und die Opposition das Gegenteil behaupten. Die Regierung ist gut im Krisen-Management und wird weiterarbeiten, solange sie eine Mehrheit im Parlament hat“, so Berlusconi.Er habe mit Napolitano über laufende und anstehende Krisenmaßnahmen gesprochen und dem Staatspräsidenten einen Überblick gegeben, wie das Wachstum angekurbelt werden soll. „Ich betone nochmals: Mein Einsatz ist groß, ich habe eine Mehrheit hinter mir“, beteuerte der Regierungschef.Das Opfer BerlusconiErneut stellte er sich als Opfer der Medien und der italienischen Justiz dar. „Irgendwann wird die Wahrheit feststehen und alle Karten werden auf dem Tisch liegen. Dann werden sich die Staatsanwälte bei mir entschuldigen müssen“, erklärte der Regierungschef.Sobald diese „leidige Geschichte“ zu Ende sei, wolle er vor die Italiener treten und ihnen – sowie der internationalen Presse – die ganze Wahrheit erzählen. „Ich werde eine Reihe von Pressemitteilungen und Erklärungen abgeben. Darauf bereite ich mich jetzt schon vor“, so Berlusconi abschließend.stol