Seine Mitte-rechts-Koalition gewann in sechs von insgesamt 13 Regionen, in denen am Sonntag und Montag gewählt wurde. Der PD verlor vier Regionen an das Regierungslager, darunter auch Latium und Piemont. Siege feierte Mitte-Rechts auch in vier Provinzen: In Viterbo, Imperia und L'Aquila setzten sich die Pdl-Kandidaten durch, in Caserta liegt der Pdl-Kandidat Domenico Zinzi deutlich in Führung.„Das ist mein Erfolg“ „Ich habe mich persönlich im Wahlkampf engagiert und das ist mein Erfolg“, kommentierte Berlusconi seinen Wahlsieg mit seinen Verbündeten.„Diese Wahlergebnis verleiht dem politischen System Stabilität. Somit können wir in dem zweiten Teil der Legislaturperiode die notwendigen Reformen für die Modernisierung und die Entwicklung Italiens umsetzen“, betonte Berlusconi.Wirtschaftsminister Giulio Tremonti meinte, in den nächsten drei Jahren werde sich die Regierung mit einer großen Steuerreform befassen. „Das ist die Reform aller Reformen, das wichtigste Projekt im Wirtschaftsbereich. Das ist unsere Herausforderung in den nächsten drei Jahren“, kündigte der Wirtschaftsminister an.In der Region Latium mit der Hauptstadt Rom und Piemont stand das Ergebnis bis zuletzt auf Messers Schneide. Letztendlich setzte sich die Mitte-rechts-Kandidatin Renata Polverini im Duell gegen die ehemalige EU-Kommissarin Emma Bonino durch. Polverini schaffte den Wahlsieg, obwohl der Pdl zunächst nicht zum Wahlgang zugelassen worden war, weil sie sich nicht innerhalb der Zulassungsfrist registriert hatte. Im Piemont setzte sich der Lega-Kandidat, Roberto Cota, gegen die zur Wiederwahl antretende Präsidentin der Region, Mercedes Bresso, durch.„Wir haben das Ziel weit übertroffen“ Regierungssprecher Paolo Bonaiuti nannte das Abschneiden von Berlusconis Koalition einen „Erfolg“. Die Wähler hätten trotz der Wirtschaftskrise darauf verzichtet, der Regierung einen Denkzettel zu verpassen, sagte Bonaiuti. Insbesondere der Sieg Polverinis gegen Bonino sei „sensationell“.„Wir hatten uns vor dem Urnengang das Ziel gesetzt, die Zahl unserer Regionen von zwei auf vier zu verdoppeln. Wir haben das Ziel weit übertroffen“, versicherte Verteidigungsminister Ignazio La Russa, Koordinator der Berlusconi-Partei PdL. Der zum vierten Mal wiedergewählte Präsident der Lombardei, Roberto Formigoni, feierte seinen Erfolg. „Die Regierungskoalition hat sich in den größten Regionen des Landes behauptet. Die Opposition siegt in ihren traditionellen Hochburgen, in Regionen, die aber deutlich weniger Bürger zählen“, sagte Formigoni.Mitte-Links zeigt sich trotzdem zufriedenDie Mitte-links-Parteien konnten sich in insgesamt sechs Regionen, unter anderem in den „roten Bastionen“ Toskana, Emilia-Romagna, in Ligurien und Apulien, behaupten. Bei den Regionalwahlen vor fünf Jahren hatte die Opposition in elf Regionen gesiegt. Der PD zeigte sich trotz allem mit dem Wahlergebnis zufrieden. „Dieses Wahlergebnis gibt uns den Mut, für einen Wahlsieg bei den nächsten Parlamentswahlen in drei Jahren zu arbeiten und eine politische Wende in diesem Land einzuleiten“, erklärte PD-Vize-Vorsitzender Gianni Letta.Bossi: „Die Linke ist gescheitert“ Die Lega Nord feierte ihren starken Stimmenzuwachs in Norditalien. In Venetien rückte die Gruppierung zur stärksten Einzelpartei auf, in der Lombardei kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Berlusconi-Gruppierung, die dann ihren ersten Platz zurückeroberte. „Die Linke ist gescheitert. Jetzt haben wir die Kraft, den Föderalismus sofort durchzusetzen. Ich bin der Schiedsrichter der Situation. Die Leute wollen den Föderalismus um jeden Preis und so schnell wie möglich“, sagte Lega-Chef Umberto Bossi.