Dort steht seiner Kandidatin in einer Woche eine Stichwahl bevor. Er denke gar nicht daran, Mailand „gewalttätigen Linksextremen zu überlassen, die die Stadt – rote Fahnen schwenkend – Zigeunern und Muslimen übergeben wollen“, wetterte Berlusconi in einer Videobotschaft.Bürgermeisterin Letizia Moratti war im ersten Durchgang deutlich hinter ihrem linken Herausforderer Giuliano Pisapia zurückgeblieben. „Berlusconi besetzt das Fernsehen“, titelten italienische Medien am Samstag. Das Video war am Freitagabend in fast allen öffentlichen und privaten TV-Sendern ausgestrahlt worden.Bersani: "Wie in Weißrussland"„In Italien herrschen Zustände wie in Weißrussland“, kritisierte Pierluigi Bersani, Chef der größten Oppositionspartei PD (Demokratische Partei). Vor allem der massive TV-Auftritt von Berlusconi, der mit seinem Konzern Mediaset neben mehreren Pay-TV-Kanälen die drei stärksten Privatsender Canale 5, Italia 1, Rete 4 kontrolliert, löste bei der linken Opposition Empörung aus.Berlusconi hatte die Wahlen in 1300 Gemeinden und 11 Provinzen zu einem „nationalen Test“ seiner Mitte-Rechts-Regierung erklärt – vor allem die Abstimmung in der Finanzmetropole Mailand. Termin für die Stichwahlen ist der 29. und 30. Mai.dpa