Freitag, 04. September 2020

Berlusconi mit Lungenentzündung in Mailänder Klinik

Italiens ehemaliger viermaliger Premier Silvio Berlusconi, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, ist wegen einer Lungenentzündung auf beiden Lungen im Anfangsstadion in die Mailänder Klinik San Raffaele eingeliefert worden. Mitarbeiter Berlusconis, berichteten, dass der 83-Jährige fieberfrei sei und die Nacht ohne Probleme verbracht habe. Sein Zustand sei nicht besorgniserregend.

Silvio Berlusconi wurde mit Corona-Symptomen eingeliefert, sein  Zustand sei aber nicht besorgniserregend.
Silvio Berlusconi wurde mit Corona-Symptomen eingeliefert, sein Zustand sei aber nicht besorgniserregend. - Foto: © APA (AFP) / TIZIANA FABI
Berlusconi wurde gegen Mitternacht in die Klinik eingeliefert, nachdem klare Symptome der Erkrankung aufgetreten waren. Der Beschluss zur Einlieferung wurde von Berlusconis persönlichem Arzt Alberto Zangrillo ergriffen. Nachdem er einer Computer-Tomographie unterzogen wurde, wurde Berlusconi mit einer Sauerstoff-Therapie behandelt.

Urlaub auf Sardinien

Der Ex-Ministerpräsident wurde erstmals am 25. August getestet, nachdem er aus einem Urlaub auf Sardinien zurückgekehrt war, wo er mehrere Villen besitzt. Das Ergebnis war negativ. Nachdem einige der Menschen, die Berlusconi auf der Insel getroffen hatte, jedoch positiv getestet wurden, wurde der 83-Jährige aber nochmals getestet. Auf Sardinien soll sich auch der ehemalige Formel 1-Manager Flavio Briatore angesteckt haben, der Berlusconi auf der Insel getroffen hatte.

Auch Berlusconis Kinder Barbara und Luigi steckten sich mit dem Coronavirus an. Positiv getestet wurde auch Berlusconis neue Lebensgefährtin, die Forza Italia-Parlamentarierin Marta Fascina. Alle hatten einen Urlaub auf Sardinien verbracht.

„Ich habe schon vieles durchgemacht. Ich werde auch das überstehen“, so der 83-jährige Berlusconi im telefonischen Gespräch mit Mitgliedern seiner Forza Italia. Berlusconi will trotz der Ansteckung mit Interviews Wahlkampf für seine Forza Italia in Hinblick auf die Regional- und Teilkommunalwahlen am 20. und 21. September machen.

apa