Der Medienunternehmer, der bis vergangene Woche noch die Hoffnung gehegt hatte, dass sich Monti an die Spitze einer Mitte-Rechts-Allianz mit dem PdL stellen würde, fühlt sich nach eigenen Aussagen von dem Wirtschaftsprofessor verraten.„Monti hatte versichert, dass er seine Rolle als parteiunabhängiger Premier nicht nutzen würde, um in die politische Arena einzusteigen, doch er hat genau das Gegenteil gemacht“, kritisierte Berlusconi.Der 76-Jährige befürchtet eine Allianz zwischen Montis Zentrumsbündnis und dem PD um Pierluigi Bersani, der als Favorit in den Wahlkampf geht. Dies könnte Monti den Weg zu einer zweiten Amtszeit als Premier ebnen.Bersani will von Monti KlarheitMitte-Links-Chef Bersani erwartet unterdessen von Monti klare Signale über sein Verhalten in den nächsten Wochen der Wahlkampagne.„Monti soll offen sagen, wie er sich gegenüber der PD, der größten Partei des Landes, verhalten wird. Wir wollen wissen, ob er zu einer Allianz bereit ist“, erklärte Bersani.An diesem Wochenende finden Vorwahlen für die Bestimmung der PD-Kandidaten für das Parlament statt.In Südtirol setzte sich Luisa Gnecchi klar durch.Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sollen die Parteianhänger und nicht das PD-Gremium die Parlamentskandidaten bestimmen.Der PD gilt laut Umfragen als Favorit bei den Parlamentswahlen im Februar.Erklärtes Ziel des Partito Democratico ist es, als Zeichen der Erneuerung und des Wandels 90 Prozent der Kandidaten für die Parlamentswahlen von den Bürgern bestimmen zu lassen.Monti will zwar die Führung einer Koalition von Zentrumsparteien für die Parlamentswahlen übernehmen.Er möchte sich jedoch nicht um ein Parlamentsmandat bewerben, weil er als Senator auf Lebenszeit bereits über einen Sitz im Abgeordnetenhaus verfügt.apa