Unter dem Druck heftigen Protests seitens der Gewerkschaften verzichtete Premier Berlusconi auf seine Pläne, die Pensionen mit weiteren Ausgabenkürzungen zu belasten.Medienberichten zufolge wurde die Regelung, laut der die Studienzeiten an der Uni und die Zeit des Militärdienstes, die "zurückgekauft" wurden, nicht für die Pension angerechnet werden, am Mittwoch gestrichen. Laut dem Beschluss der Regierung muss man künftig 40 Jahre lang arbeiten, bevor man in Rente gehen kann. Das gilt nicht nun mehr für jene, die Studienjahre und die Militärzeit „zurückgekauft“, also für diese Jahre die fälligen Beiträge für die Pensionskasse aus der eigenen Tasche eingezahlt haben. Diese Jahre werden jetzt doch zu den Arbeitsjahren dazugezählt.Viele Akademiker, die Studienjahre und die Militärzeit „zurückgekauft“ haben, hätten sonst mehrere Jahre länger als geplant arbeiten müssen. Das hatte in Italien für große Empörung gesorgt und war auch in den Reihen der Mehrheit auf heftige Kritik gestoßen. . Angesichts der Proteste und da die Regierung eine Flut von Rekursen fürchtete, wurde dieser Beschluss jetzt wieder gestrichen, heißt es in Medienberichten. 1300 AbänderungsanträgeDie Opposition versucht derzeit mit einer Flut von Abänderungsanträgen im Senat das milliardenschwere Sparpaket der Regierung Berlusconi zu stoppen. 1300 Revisionsanträge reichten die Mitte-Links-Parteien ein, in dem zur Zeit das Sparpaket diskutiert wird. Die Regierung hofft, das Sparpaket bis Dienstag über die Bühne zu bringen. Wegen der hohen Anzahl von Abänderungsanträgen könnte sie jedoch gezwungen werden, sich einer Vertrauensabstimmung zu unterziehen.stol/apa